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Alle Rezensionen zu Josef Och Erika
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

Floods
(2011, Hoob Records/Broken Silence HOOBCD 022)

Sie leben wohl in ihrem ganz eigenen Universum, unbeeindruckt von den musikalischen Einflüssen ihrer Umwelt. So wirkt es zumindest, wenn man sich in ihren entrückten Folk-Avantgarde-Pop-Kosmos fallen lässt. Josef Kallerdahl spielt Bass, Erika Angell steuert Orgel und Zither bei, dann gibt es aber noch ein Bläsertrio bestehend aus Tuba, Waldhort und Flügelhorn, das die oft düster und melancholische Musik entscheidend prägt. Doch im Zentrum steht natürlich der Gesang, meist von Josef und Erika gemeinsam, aber Erika Angell ist es, die den Ton angibt und mit ihrer Ausdruckskraft manchmal an eine nachdenkliche Björk erinnert.

Nach »WALLPAPER STORIES« und »SMALL SMALL SMALL SMALL SOUNDS« ist »FLOODS« das dritte und qualitativ deutlich stärkste Album der schwedischen Tag- und Nacht-Träumer, das sich zwar durchaus an Pop-Konventionen orientiert und daher gut hörbar bleibt, durch die verwendeten Instrumente jedoch mit ziemlich »unerhörten« Klangbilder zu begeistern weiß, die sich - passend zur Metapher der »Fluten« - an Minimal-Strukturen und orientieren und sich langsam fließend transformieren. Parallelen zu nennen fällt schwer bei dieser konzeptionell sehr eigenständigen Musik; vergleichen lässt sich allenfalls die »Stimmung«, die das Album durchweht und an gebrochene Gestalten wie Nick Drake, Tim Buckley, die Tindersticks, die Doors oder Nick Cave denken lässt. Josef und Erikas »FLOODS« ist nicht in einem Hördurchgang zu erfassen, und das ist gut so. (peb)



Siehe auch:
Stina Nordenstam

 Josef Och Erika: Floods

Offizielle Website

Offizielle Website      www.josefocherika.com

   

Small Small Small Small Sounds
(2007, Caprice Records CAP 21792)

Verschrobener Minimal-Pop-Jazz oder so: Es ist gar nicht so einfach, für die Musik von Josef und Erika eine Schublade zu finden. Die knorkigen Begleitfiguren von Bass, Orgel oder Gitarre zusammen mit dem mal jazzig-rauchigen, mal ausgedünnt Pop-Sternchen-mäßigen Gesang lassen noch am häufigsten an Stina Nordenstam denken – ebenso wie die eigenwilligen, immer auch augenzwinkernden Arrangements.

Ein leichtes Album ist das, voller Plin-Plong und Glockenspiel, voller träumerischer Chor-Passagen und »La la la«. Aber zwischendurch gucken die beiden auch mal hinter die Fassade mit den bunt-naiven Fingerfarben-Klangbildern, und da lauern Stimmexperimente und Freejazz. So ganz konsistent ist das Ganze nicht, ein musikalisches Flackern, das schnell vorübergezogen ist. Aber es gibt ja schließlich Stimmungen, in denen man eine so schwerelose, unbeschwerte Flacker-Musik ganz gut gebrauchen kann. (sep)



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