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Alle Rezensionen zu Sidsel Endresen
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Undertow
(2001, Jazzland/Universal 548.195.2)

Mit Bugge Wesseltoft und Nils Petter Molvær bastelte die Sängerin an einem musikalischen Polar-Trip, der tief unter die Haut geht: Die kühlen Ambient-Loops klingen wie das harsche Knirschen schmelzender Eispanzer und verweben sich mit den bedrohlich geblasenen Tongebilden von Flötist Patrick Shaw Iversen. Wenn Molvær mit unnachahmlich samtigen Ton in sein Horn bläst, erinnert er sogar an klagende Walgesänge.

Sidsel Endresen setzt dem Nordland-Treiben die Krone auf, indem sie mit rauchig-melancholischem Timbre ihre introvertierten Poeme über Einsamkeit, Emotionen und Eiseskälte singt. Kurz: ein Geniestreich zwischen Ambient-Pop und Kammer-Jazz, noch dazu produktionstechnisch auf der Höhe der Zeit! (peb)



Siehe auch:
Sidsel Endresen, Christian Wallumrød & Helge Sten
Bugge Wesseltoft
Humcrush & Sidsel Endresen
Patrick & Raymond


Zum Artikel über Sidsel Endresen

Sidsel Endresen: Undertow

   

One
(2006, Sofa 521)

Um ein komplettes Album mit nur der eigenen Stimme zu veröffentlichen, wohlgemerkt ohne Bearbeitung durch Elektronik oder sonstige Effekte (vgl. Maja Ratkjes »Voice«), muss man verrückt sein - oder sehr gut. Dass die große Sidsel Endresen zwischenzeitlich verrückt wurde, scheint ausgeschlossen, aber sehr gut ist sie, das wussten wir schon. Als Durchschnittshörer, der sich nicht innerhalb der norwegischen Musikszene befindet, bekommt man Endresens Tun ja leider nur punktuell bzw. sporadisch mit. »Merriwinkle« war da für die meisten sicher schon das sperrigste Stimmexperiment, das man sich (nicht) vorstellen konnte; im Katalog des Labels Jazzland Records eine ungewohnt radikale Veröffentlichung.

Das Soloalbum »ONE« knüpft genau dort an. Und geht in der Reduktion wie gesagt noch weiter, da die zehn Tracks ohne irgendwelche zusätzlichen Musiker entstanden - von Helge Stens Mix, Edit und Mastering abgesehen. So lässt sich auch außerhalb Norwegens diese komplett jenseits von populärer und kommerzieller Verwertbarkeit stattfindende Seite Sidsel Endresens kennenlernen. (ijb)



Siehe auch:
Helge Sten
Twinkle³ feat. Sidsel Endresen

   

Exile
(1994)

Eine Traumbesetzung: Mit Nils Petter Molvær, Bugge Wesseltoft oder David Darling durchschreitet die Sängerin alle Formen von Melancholie und dunkler Tagräumerei. (peb)



Siehe auch:
Ensemble Du Verre
Terje Isungset

   

So I Write
(1990)

Sidsel Endresen findet ihre Sprache: Mit einem ganz jungen Nils Petter Molvær, Django Bates am Piano und dem bewährten Jon Christensen an den Drums definiert sie den Begriff »Jazz-Singer/Songwriter« neu: Mit novembertrüben Harmonien und klaren Strukturen - zumindest an der Jazz-Maßstäben gemessen - hängt Endresens Musik so neblig-transparent im Raum, als würde sie sich jeden Moment auflösen. (peb)



Siehe auch:
Django Bates' Belovèd
Nils Petter Molvær
Jon Christensen mit Masqualero



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