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Alle Rezensionen zu Murder
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Stockholm Syndrome
(2008, Devil Duck Records DDUCK019)

»STOCKHOLM SYNDROME«? Da war doch was – nämlich gleichnamiges Album der Backyard Babies. Statt schwedischen Punkrocks erwarten den Hörer hier jedoch minimalistische (Akustik)Stücke aus Dänemark. Murder entführen in eine melancholische Welt, getragen von Anders Mathiasens Akustik-Gitarre und Jacob Bellens stoisch besinnlichem Gesang. Das mörderische Duo beschränkt seine bescheidenen Spielereien auf ein Minimum: Ganz selten erklingt ein Schlagzeug wie in »Applejuice«. Freunde der Band greifen vereinzelt zu Cello, Kontrabass, Posaune, Banjo, Marimba oder Glockenspiel, etwa Musiker von Under Byen und I Got You On Tape (Bellens zweites Projekt).

Zwei Lieder nehmen sie zwar gemeinsam mit diversen Musikern auf - aber mit nur einem Mikrophon. Der Zweitling hat mit dem 2005er Debüt nicht mehr viel gemein, weder die Besetzung noch die Musik. In ihrer Heimat erschien er bereits im Oktober 2006, stimmte auf die nahende Winterzeit ein. Hypnotische Melodien, eine charakteristische, schwermütige Stimme, Texte von Liebe, Hass, Lügen, Glauben, den Dingen, die das Leben ausmachen - nur zeitweise aufgelockert durch Luftigeres à la »When The Bees Are Sleeping«. Ein Album von bedrohlicher Schönheit. (nat)



Siehe auch:
Backyard Babies
Under Byen
I Got You On Tape
Kasper Bjørke

 Murder: Stockholm Syndrome

   

Gospel Of Man
(2010, Devil Duck Records DDUCK034)

Eigentlich wohnen wir hier einer unkonventionellem Andachtsstunde bei. Die Grundstimmung auf »GOSPEL OF MAN« dem dritten Album des dänischen Duos, ist feierlich und getragen. Besinnliches zu den Fallstricken des Erwachsenenlebens? Murder alias Jacob Bellens und Anders Mathiasen wären schlechte Popen, würden sie ihre Neofolk-Predigten nicht mit einer guten Prise leichtfüßiger Anekdoten anreichern. Auf dass das Dunkel lichter werde, und ab und zu grüne Wiesen den gebeutelten Pilger zur Rast einladen. Damit er entspannt seinen intelligenten Gedanken nachhängen kann.

Die beiden Protagonisten öffnen sich. Den üppigeren Klängen von Marimba, Posaune, Streichern und Posaune, um nur einige zu nennen. Und der Stimme der wunderbaren Marie Fisker an den Backing Vocals. Der Wärme und der Verspieltheit. Der Song »Excelsior« nähert sich dem Melancholie-Pop-Lager an, ohne dass das Prasseln des Prärie-Lagerfeuers zum Hintergrundgeräusch degradiert würde. Das ziehende Sehnen nach irgendetwas Unbestimmten bleibt. Wir bleiben uns treu und geben nicht auf. Stehen zu unserer unmodischen Ernsthaftigkeit. Die uns wärmt und unbedingt inspiriert. Murder singen hier eigentlich das Lob altmodischer Werte wie Verlässlichkeit und Treue. Was wohl aktueller ist, als sie denken. (emv)



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