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Alle Rezensionen zu The National Bank
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Come On Over To The Other Side
(2008, Emarcy/Universal 175 8228)

Vielleicht sind die Erwartungen einfach zu hoch – was aber nicht unberechtigt ist angesichts dieser norwegischen »Allstar-Band«. »White Soul«-Sänger Thomas Dybdahl zum Beispiel hat eine Reihe von zeitlosen Album-Meisterwerken geschaffen, und die Brüder Martin (Drums) und Lars Horntveth (Gitarre) haben mit Jaga Jazzist norwegische Jazzrock-Geschichte geschrieben. Keyboarder Mortin Qvenhild bewies seine Kompetenz u.a. bei Solveig Slettahjell oder Susanna And The Magical Orchestra. Und Bassist Nikolai Eilertsen schließlich wirkt bei den Retro-Rockern Bigbang.

Freilich hört man die enorme Musikalität aus allen Songs und den kleinsten Arrangement-Finessen, die den vorherrschenden Pop-Grundcharakter in alle nur erdenklichen musikalischen Richtungen ausufern lassen. Doch manchmal ergibt eben die kreative Summe so vieler herausragender Musiker-Persönlichkeiten kein richtig homogenes Ganzes. Zwischen dem verhuschten Soul-Charme des Openers »Home« und dem jubilierenden Space-Rock der Schlussnummer »Make It Burn« (mit dem himmelwärts jauchzenden Chorus »Come On Over To The Other Side«) läuft ein intelligentes Pop-Album ab, das zwar stets für Überraschungen gut ist, aber auch etwas ziellos und wenig fokussiert klingt. (peb)



Siehe auch:
Thomas Dybdahl
Jaga Jazzist
Susanna And The Magical Orchestra
Bigbang

The National Bank: Come On Over To The Other Side

   

The National Bank
(2004, Mercury/Universal 986750-6)

Ungehemmt romantisch und gleichzeitig cool zu sein – eigentlich nicht hinzukriegen, dieser Spagat. Dass es doch geht, beweist das Debütalbum dieser norwegischen Allstar-Boyband um Thomas Dybdahl und die Horntveth-Brüder. Ebenso wie andere Verrenkungen der besonderen Art: Trip Hop trifft auf Las Vegas, der Schmuse-Entertainer auf den spröden Verweigerer, die Rüschenhemd-Fraktion auf die blassen Nickelbrillenträger. »Ist das jetzt schon Kitsch oder ist das immer noch Kunst?«, fragt man sich beim Hören bang. Die Grenze zwischen beiden Genres ist erstaunlich grün und kaum auszumachen.

Trotz aller gekonnten Elektronikfrickeleien, trotz aller intelligenten Beats kommen The National Bank hier erstaunlich staatstragend daher und sind in Momenten nur wenige Meter vom Formatradio-kompatiblen Heulsusenpop entfernt. Auf sehr hohem Niveau natürlich. Am ehesten bei sich selbst sind diese Songs dann, wenn sie zurückhaltend-balladig sind. Wenn sie den ewigen Zitierwahn wie überflüssigen Ballast abwerfen und einfach nur entspannt den Dingen ihren Lauf lassen. (emv)



Siehe auch:
Lester



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