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Alle Rezensionen zu Torpedo
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

In The Assembly Line
(2008, Riptide Recordings/Cargo)

Adoleszente Angst gehört zum nervös irrlichternden Indierock wie Splatterfilme zum Spätprogramm. Eine brennende Unruhe entzündet sich auf »IN THE ASSEMBLY LINE«, dem ersten Longplayer von Torpedo, dem Quartett um die beiden Tiger-Lou-Mitkombattanten Pontus Levahn und Erik Welén. Eine merkwürdige Mischung aus Hysterie, Weltverdruss und trotzigem Aufbegehren liegt wie eine dunkelschwarze Gewitterwolke über diesem Album Auf dem die 70er-Jahre-Synthie-Selbstbespiegelung in der Tradition von Neu! auf die explosive Wut des frühen 80er-Wave trifft. Dabei ist durchaus ein Tick glamourpoppigen Posens im Spiel, so dass David Bowie und Iggy Pop endlich Händchen halten können.

In der Summe ergibt dies ein Album, an dem sich die Hörer lange reiben können. Kein homogenes, sondern ein höchst uneinheitlich ausfallendes Wer. Der Titelsong »IN THE ASSEMBLY LINE« mit seinen Progrock-inspirierten, mantrisch wiederholten Klangmustern eine unglaubliche Sogwirkung entwickelt ist nicht anders als großartig zu nennen. All die Hoffnungslosigkeit lebenslange Fließbandarbeit in zehn Minuten gepresst. Wow! Die Schönheit des Ausweglosen. Andere Songs wie »From Russia With Love« kommen leicht-ironisch daher, »Loose The Hounds« fällt in seiner Vorhersehbarkeit ab. Aber Schluss mit Meckern jetzt, aus! Denn es kommt nicht so oft vor, dass sich die Nackenhaare beim Hören so empfindlich schaudernd aufrichten. (emv)



Siehe auch:
Tiger Lou

 Torpedo: In The Assembly Line

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.torpedo.se



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