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Alle Rezensionen zu Röövel Ööbik
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Popsubterranea
(1992, Stupido Twin Records TWINCD 93)

Wer Anfang der 90er Jahre auf die abstruse Idee kam, Popmusik mit Psychedelik zu verbinden, musste entweder verrückt oder visionär sein oder aus einem völlig aus der Zeit gefallenen kleinen Land kommen. Auf Röövel Ööbik (übersetzt heißt das räuberische Nachtigall!) treffen alle drei Attribute gleichermaßen zu. Das Quartett aus Tallinn entstand noch zu Sowjetzeiten – und eine bittere Erinnerung an die bleierne Zeit der Unterdrückung der estnischen Kultur manifestiert sich als Subströmung auf »POPSUBTERRANEA«, das um 1992 teils in Tallinn, teils in Helsinki aufgenommen wurde. Und es gibt hier einen Schatz zu heben: atmosphärisch dichte, hypnotisch verzaubernde, seltsam eigenwillige, leidenschaftlich interpretierte Indiepop-Songs, die damals in kein Raster passen wollten.

John Peel war von Röövel Ööbik so beeindruckt, dass er die Band 1993 nach London in seine legendäre Radiosendung einlud. Die Peel-Session-Songs sind als Bonus-Tracks auf dem Album enthalten. Röövel Ööbik haben sich inmitten ihres Spiels mit den Zitaten ausufernden Kifferrock-Strukturen ein Geheimnis und eine Leichtigkeit bewahrt. Einen Blick ins Unbekannte, das wir mit wachen Augen nicht sehen. Und sind dabei nicht so weit entfernt von den heutigen finnischen Brüdern und Schwestern im Geiste des Weird Pop wie Paavoharju oder Eleanoora Rosenholm. (emv)



Siehe auch:
Paavoharju

 Röövel Ööbik: Popsubterranea

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.umblu.com/rooveloobik/



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