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Alle Rezensionen zu Dødheimsgard
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

A Umbra Omega
(2015, Peaceville -)

Lange, lange, lange war es still um die norwegischen Avantgarde Black/Industrial Metaller Dødheimsgard. 2007 erschien »SUPERVILLAIN OUTCAST«, danach: Schweigen. Bis zu »A UMBRA OMEGA« anno 2015. Lang, lang, lang sind auch die sechs Lieder, die - vom Intro abgesehen - zwischen starken elf und gut fünfzehn Minuten dauern. Stellenweise empfindet der Hörer das Werk eher wie ein morbides Theaterstück als ein Musikalbum, beispielsweise »Architect of Darkness« mit seinen gesprochen-klagenden und theatralisch untermalten Passagen. Ich frage mich, ob DHG das jemals als Song auf eine Konzertbühne bringen werden – oder gleich in eine Metal-Oper integrieren werden, einen bühnentauglichen Namen hat die Scheibe jedenfalls.

Für seine Achterbahnfahrt zwischen furioser Besessenheit und schizophrenen (Ein-)Schüben hat Mastermind Vicotnik das zweite Gründungsmitglied Aldrahn (The Deathtrip, Thorns, ex-Zyklon-B, ex-Old Man's Child) zurück ans Mikro geholt, außer dem 2007er-Sänger Kvohst (Beastmilk) sind auch Basser Clandestine (Dødsfall) und Gitarrist Thrawn Hellspawn (Sarkom, Paradigma) nicht mehr dabei. Ob der neue Gitarrist Thunberg (Headcleaver), Basser L.E. Måløy und Schlagzeuger Sekaran alias Terghl (Grand Alchemist) auch nur einen Durchlaufposten innehaben, ist ungewiss. Fakt ist jedoch, dass Dødheimsgard mit »A UMBRA OMEGA« ein schaurig-schönes Monumentalwerk geschaffen haben; eine Empfehlung für alle Liebhaber avantgardistisch-schräger Schwarzmetallkunst.

PS: Fakt ist außerdem, dass viele Größen der norwegischen Black Metal-Szene einige (Lehr-)Jahre bei DHG verbracht haben, etwa: Fenriz (Darkthrone), Alver (Ex-Emperor), Apollyon (Aura Noir, Immortal) oder Galder (Dimmu Borgir, ex-Old Man's Child). (nat)



Siehe auch:
Old Man's Child
Sarkom
Darkthrone
Emperor

 Dødheimsgard: A Umbra Omega

   

666 International
(2003, Moonfog 020CD)

Die Band Dødheimsgard ist ein Paradiesvogel im schwarzmetallischen Käfig. Sie spielt weder klassischen, frostigen, typisch norwegischen Black Metal im Stile von Emperor, Darkthrone oder(frühe) Satyricon, noch synthiebeladenen à la (späte) Dimmu Borgir. Stattdessen springen die Norweger um Vicotnik auf »666 INTERNATIONAL« völlig abgedreht, experimentell durch die Unterwelt: Die 1994 gegründete Truppe verquirlt in ihrem Hexenkessel Black Metal-typische Blastbeats/Gitarrenlinien, Keifen, Kreischen, Fauchen mit schrägen Samples, morbide verzerrtem Gesang, Elektrobeats, klassischem Klavier und Industrial.

Das Ergebnis ist ein gut einstündiges, durchgeknallt avantgardistisches Black Metal-Werk mit neun diabolischen Vollsongs – und einem kurzen Hiddenstück alias Track 66. Der neunminütige Opener »Shiva Interfere« und das finale »Completion« sind die extremsten / ausgereizesten Beispiele der Chaos-Kultgruppe, der Rest rangiert dazwischen. Schwarzmetall-Freunde ohne Elektro-Phobie sollten unbedingt in die mutigen Dødheimsgard reinhören. (nat)



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