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Alle Rezensionen zu Dear Euphoria
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Heal My Violence
(2009, Eigenverlag)

Es könnte sein, dass sich Elina Johansson alias Dear Euphoria in einem Hexenhäuschen am Rande des Waldes wohnt, weit abseits der rationalen Erwachsenenwelt. Dort eigensinnig ihre magische, verrätselte Realität entwirft, in der die Schatten fliegen und die Gewissheiten schwinden. Versponnen, hexenhaft, feengleich. Etwas schwer Greifbares verbirgt sich auf dem Zweitling »HEAL MY VIOLENCE« im lichten Laubwald. Halb weiße Frau, halb sanfte Zauberin spielt Johansson mit zurückgenommene Electronics, einem schüchternen Piano und naiven Streichern. Und der eigenen hellen Stimme, die immer wieder an Loreena McKennit erinnert.

Minimalistische Balladen erzählen, vom Verlieren und Vielleicht-Wiederfinden. Kleine kammermusikalische Melodramen mit leichter Hand entwerfen. Kundig arrangierte Kunstlieder. Schwebende Hymnen. Das ist zutiefst romantisch, dieses Sehnen. Diese blauen, schwebenden Seelenzustände. Nur bei »Pop Pills« ergreifen triphopeske Beats kurzzeitig die Macht und lassen die Traumwelt aufstieben. Nur damit sich Die Sängerin hinterher um so bewusster hinter wabernden Nebeln und Andeutungen zurückzuziehen kann. Geheimnisvoll lächelnd. Irgendwie herausfordernd. (emv)

 Dear Euphoria: Heal My Violence

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.deareuphoria.net

   

Dear Euphoria
(2008, Stereo Test Kit Records STKCD017)

Es ist ein Triumphmarsch der Sanftmut, wenn Elina Johansson die Tasten drückt und ihre Stimme erhebt. Man stellt sich unweigerlich ein blondes Wesen mit wallender Lockenpracht vor, wie es vom Himmel vergessen seufzt und engelsgleich Töne in die Luft setzt, die dort wie Geigen für immer hängen.

Elina lässt das Holz klingen und ihren Kompositionen den Raum, den sie brauchen. Reduziert auf das Mindestmaß rücken die Songs einem dicht ans Herz, dass man ihren Atem spürt. Da wären das märchenhafte »Snow«, das schwüstig-ergriffene »Falling Behind« oder das niedergeschlagene »Oh, The Softness«. Besonders in der ersten Hälfte der Platte geht das Konzept der Langsamkeit auf, jedoch versiegt zum Ende hin die Spielfreude in einer Atmosphäre der Beliebigkeit. Aber wie passend: Es geht um Abschied, Verlassenwerden und ähnliche Dinge. Das Flehende ist die neue Euphorie. (maw)



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