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Alle Rezensionen zu Lykke Li
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Youth Novels
(2008, LL Recordings LL02)

Edith Piaf natürlich! Die Frage nach ihrer musikalischen Inspiration fällt Lykke Li gar zu leicht. Mit ausladendem frankophilem Chanson hat das verspielte Debüt der jungen Stockholmerin aber wenig gemein, die großen Gesten der Piaf werden ins Realformat übertragen. Und das bedeutet: Ein wenig verschüchtert, ein wenig kippelig, aber dennoch charmant hält Lykke Lis Stimme die kruden Songs zusammen.

Lykke Li zersetzt ihre Ideen und erzeugt eine Stop&Go-Ästhetik, die mit recht transparenten Arrangements, aber unvorhersehbaren stilistischen Wendungen Kurzweil erzeugt. Das mag jederzeit unausgereift, naiv und etwas wackelig klingen – jedoch schmälert das nicht das Hörvergnügen. Zwischen dezentem Gitarrenspiel (»This Trumpet In My Head«), Calypso-Taktern (das perlende »A Little Bit«) bis hin zu aufschäumenden Popsongs (»Breaking It Up«) liegt die schmucke Palette an Variationsmöglichkeiten, die es auszureizen gilt. Die rumpelnde Spar-Elektronik bürstet wenn nötig die Songs gegen den Strich, wenn die Phasen des atmosphärischen Leerlaufs mal wieder zu lange dauern. Das ganze Album ist gelassen vorgetragen, Lykke Li hat keine besondere Eile. Erst recht nicht, erwachsen zu werden. (maw)



Siehe auch:
Röyksopp

Lykke Li: Youth Novels

Offizielle Website

Offizielle Website      www.lykkeli.com

   

Wounded Rhymes
(2011, Warner)

Tut Liebeskummer weniger weh, nur weil man stylish leidet? Wohl kaum. Lykke Li ist auf ihrem Zweitling »WOUNDED RHYMES« das Mädchen, das trotzig mit der Traurigkeit Händchen hält. Das sich mit Vorliebe in den dunklen Ecken herumdrückt, dort, wo die Verletzungen lauern. Aber wo es eben aufregend ist und sie sich mit rauhfasiger, fast gebrochener Stimme bewusst der Gefahr stellt, verwundet zu werden. Sie flirtet mit dem Cinemascope-Blues, unter heftigem Einsatz rhythmischen Schlagwerks und angesagtem 60ies-Carnaby-Street-Orgelgeschwurbel.

Das ist im Ergebnis trotz aller ausgefeilten Produktion eben noch gerade eben so nicht Mainstream. Und unbedingt tanzbar! Lykke Li ist intelligent, wendig, eigenwillig. Bewahrt sich einen Rest feministischer Hexenhaftigkeit, um gerade eben noch anzuecken. Atmet eine kraftvolle, dunkle Macht, die Männer verunsichert. Aggressive Frauen, iiiieh! Es sind die langsamen, intensiven Songs wie »Jerome« und »Silent My Song«, die am eindrücklichsten wirken. Schlagen wir die tribale Trommel mit Lykke Li. (emv)



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