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Alle Rezensionen zu Siena Root
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Far From The Sun
(2008, Transubstans TRANS034)

Das dritte Album, der dritte Sänger: Sartez Faraj (Mouth Of Clay) ersetzt »KALEIDOSCOPE« Sängerin Sanya – und war Ende der 90er schon einmal Mitglied bei Siena Root. Er verließ die Band aber noch vor der Aufnahme des Debüts. Nun überzeugt Sartez auf »FAR FROM THE SUN« durch autarken, leidenschaftlichen, teils bluesigen Gesang zu Gitarrenwänden und spacigen Hammondorgeln. Die Stockholmer zelebrieren auf ihrem Drittling unverkrampft Psycho-(Hard)Rock im Fahrwasser von Led Zeppelin und Bad Company.

Das Quartett verliert sich gerne in der einen oder anderen Jam-Session, wie neun Songs in knapp 53 Minuten beweisen. Es garniert den unverblümt scheppernden Zeitreise-Sound mal mit Sitar, mal mit Kuhglocken, mal mit Flöten oder Chorgesang, schwanken vom mitreißenden »Almost There« zum sentimental orgelnden Ausklang »Long Way From Home«. Ein beflügeltes und trotz aller Retroaspekte eigenständiges Werk für Junggebliebene und/oder Retro-Anhänger, eventuell für Freunde der Flower Kings oder Spiritual Beggars. (nat)



Siehe auch:
Spiritual Beggars
Flower Kings

 Siena Root: Far From The Sun

Offizielle Website

Offizielle Website      http://sienaroot.com/

   

Different Realities
(2009, Transubstans TRANS043)

Wir treten die Reise rückwärts an. Machen uns auf den Weg nach Indien, so wie die Beatles und die Bhagwan-Jünger lange vor uns. Die traditionelle Auseinandersetzung zwischen Orient und Okzident, gibt es hier noch neue Facetten zu entdecken? Siena Root schlagen mit ihrer vierten Veröffentlichung »DIFFERENT REALITIES« keine Schneisen ins Dickicht abseits der bekannten Wege. Sind vom Ansatz her altmodisch. Präsentieren ein Konzeptalbum mit zwei völlig unterschiedlichen Hälften. Der erste Teil, »We«, kommt als klassisch-langmähnige Früh-70es-Rock-Reprise daher, mit mächtigen Gitarren und markigen Vocals im Stil von Deep Purple.

Der zweite Teil »The Road To Agartha« könnte auch »Ravi-Shankar-Tribut« betitelt sein: Dominierende Sitars, aggressiv stechende Flöten, allerlei Schlagwerk. Nicht unflott, vor allem dann, wenn sich doch E-Gitarre und Schlagzeug hinterrücks in das Taj-Mahal-Idyll einschleichen. Die Saris und die Schlaghosen flattern gleichermaßen. Nur: Nach vorne blickt hier niemand, nirgends, auch wenn mit Janet Jones Simmonds wieder eine neue Sängerin als stimmliches Aushängeschild zu Siena Root gestoßen ist. Manchmal sind sie doch irgendwie gruselig, diese kritiklosen Zeitreisen, diese Feststeckerei im Vergangenen. (emv)



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