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Alle Rezensionen zu Veljeni Valas
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Veljeni Valas
(2004, Eigenverlag valas-001)

Das Cover hält sich reduziert. Zweifarbig weiß und blau, man finder nur die (finnischen) Songtitel, das Line-Up, Kontaktadresse. Die Musik soll für sich sprechen, und das tut sie auch. Auf dem Front-Cover sieht man die Samen eines Löwenzahns, vom Wind davongetragen in alle Richtungen. Kann es eine bessere visuelle Umsetzung geben für die neun Songs des Helsinki-Trios, die sich improvisierend zwischen Ambient, Jazz und Postrock bewegen und in sich alle Richtungen verästeln?

Drummer Pekka Saarikorpi hält ein großes Arsenal an klingelnder und raschelnder Percussion bereit, um stille Passagen atmosphärisch zu untermalen. Saxofonist Joonas Outakoski und Gitarrist Juha-Pekka Linna entwerfen dazu fließende bis bedrohliche Klangkaskaden mit irisierenden Obertönen. Und dann entwickelt trippelnde Rhythmik; angezerrte mit Flanging-Effekten angereicherte Gitarren können richtig losrocken, während der Drummer über alle Becken und Toms gleichzeitig wirbelt. Dann schwappt die Welle zurück, das Saxofon bekommt Raum, um Sonnnstrahlen aus dem Gewitterwolekn hervorbrechen zu lassen. Veljeni Valas' Musik lebt von perfekt austarierter Dynamik, dem tonalen Reichtum aller drei Musikanten und der hypnotischen Sogwirkung ihrer Genre-sprengenden Improvisationen: ein feiner Trip, der ganz ohne Drogen auskommt. (peb)



Siehe auch:
Saarikorpi Brom

 Veljeni Valas: Veljeni Valas

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.veljenivalas.com

   

Puita, Sanajalkoja Ja Kanervaa
(2008, Eigenverlag valas-002)

Der Reiz liegt – auch – in der Konsequenz: wieder ein pastell/zweifarbiges und extrem reduziertes Cover, dort wiederum Pflanzenstängel, und ebenfalls ausufernder Post/Jazz/Rock mit süchtig machendem Trance-Charakter. Juha-Pekka Linna, Joonas Outakoski und Pekka Saarikorpi haben außerdem den Reiz süffiger Melodien entdeckt: »Joutilan Vaellus« und »Sellainen Karhu« kommen als halbe Ohrwürmer daher. Und wie der Drummer in letzterem Song Tom-Geklapper und metallische »Plings« zu einer Einheit verschmilzt, verlangt Bewunderung.

Gitarrist Juha-Pekka legt darüber so schöne Schwebe-Sounds wie Bill Frisell in seinen besten Momenten, und Saxer Joonas gelingen ansprechend klare Soli wie einst Wayne Shorter. Die Musik des finnischen Trios befindet sich in stetiger Wandlung und fasziniert durch ihre tantrischen Elemente - aber auch dadurch, dass sie sich nicht entscheiden will, entweder hippiesk drogenvernebelt zu klingen oder nach ernsthaftem Gelehrten-Jazz. Best of both worlds! (peb)



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