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Alle Rezensionen zu Elin Furubotn
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Å nærme seg det nære
(2015, Grammofon Bolaget GRACD4460)

Kann es ein Übermaß an Wohlklang geben? Ja, wenn sich die Schmeichelstimme Elin Furubotn mit 17 Musikern des Sinfonieorchesters Stavanger zusammentut! Die leicht verdauliche musikalische Kost, die Furubotn auf ihrem sechsten Studioalbum »Å NÆRME SEG DET NÆRE« (übersetzt: Annäherung an die Nähe) serviert, ist so wohltuend (und mittelfristig einschläfernd!) wie heißer Kräutertee bei Schmuddelwetter. Die Single »Så lett det kan ver«, ein putzmunteres Duett mit dem Landsmann Morten Abel, war in Norwegen ein veritabler Radiohit. Wohl vor allem bei den gehobenen Kuschelpop-Sendern!

Keine Frage: Das sind hochqualitätvoll arrangierte Tracks, die Elin Furubotn hier vorlegt und mit warmer, wandlungsfähiger Stimme interpretiert. Sämtliche Songs singt sie auf norwegisch. Ihr gelingen kleine, aber liebevolle Alltagsbeobachtungen: Wie die Hymne auf die mit hundert Jahren noch verspielte Oma. Oder der kleine Seitenhieb auf ihren Teenager-Sohn: der sich weigert, Songs der norwegischen Hip-Hop-Band Karpe Diem zu ihrem Geburtstag zu spielen! Die Sängerin wechselt gekonnt zwischen Folk, Pop, Kunstlied und jazzigen Anklängen. Allein, es ist sind die schiere Perfektion und der unbedingte Wohlklang, die dieses Album daran hindern, wirklich abzuheben. (emv)



Siehe auch:
Morten Abel
Karpe Diem

Elin Furubotn: Å nærme seg det nære

Offizielle Website

Offizielle Website      www.elinfurubotn.com

   

Ikkje Gå Deg Vill
(2018, Grappa GRCD4540)

Alltagsgeschichten sind es, die Elin Furubotn auf ihrem siebten Album »IKKJE GÅ DEG VILL« erzählt. Hört sich langweilig an, ist es aber nicht! Denn wer diesen klugen, angenehm zurückhaltenden und lebensweisen Klängen lauscht, versteht sofort: Elin Furubotns Alltag leuchtet! Die norwegische Musikerin, die hier erstmals auch als Produzentin auftritt, bewegt sich souverän zwischen Folk, Pop und Jazz. Das ist nicht spektakulär und das ist nichts wirklich Neues. Muss es in dieser sensationsbesessenen Welt auch gar nicht sein! Denn Elin Furubotn überzeugt mit Vielseitigkeit und Erfahrung.

Feierlich, verspielt oder sich von Walzertakten inspirieren lassen: Die Norwegerin liefert mit dem beschwingten »Eg Har Glemt eine leichtfüßgig Pophymne ab, um nur wenig später mit dem reduzierten »Klagemur in den folkig angehauchten Choral-Modus zu wechseln. Elin Furubotn hebt hier die Welt wahrlich nicht aus den Angeln. Aber sie ist eine selbstbewusste Frau mittleren Alters, die keinem Trend hinterherrennen muss und dazu steht. Sie macht einfach das, was sie am besten kann. Respekt! (emv)

Video-Link

   

Heilt Nye Vei
(2012, Ozella Music/Galileo)

Sie umkreisen sich wie Verliebte beim balzenden Tanz: Die Stimme von Elin Furubotn und das Saxofon von Karl Seglem. Ein klassisches Thema, das, und von ebenso zeitloser Eleganz kommt »HEILT NYE VEI« daher, das erste außerhalb Skandinaviens erscheinende Album der Norwegerin. Vielleicht will sie sich aus diesem Grund besonders vielseitig zeigen: Als lebenserfahrene Chansonnière, als sensible Singer-Songwriterin und als anspruchsvolle Popsängerin. Suzanne Vega und eine brave Version von Dolores O´Riordon von den Cranberries lassen hier stimmlich grüßen, und ganz entfernt ist auch der Einfluss von Joni Mitchell zu spüren. Nicht die schlechtesten Referenzen!

Abwechslungsreich geht es hier also zu, vom zarten und zurückgenommenen »Akkuart Et Som Er Na« (hier im Moment) bis zum reggae-inspirierten Stückchen »Slipp Tvilen Fri (Zweifel). Furubotn lässt aber keinen Zweifel daran, dass in ihrem musikalischen Universum die leisen Töne regieren und die Welt in einen sattes Dunkelblau getaucht ist. Die elf norwegisch und zwei englisch interpretierten Songs sind alle fein und geschmackssicher arrangiert, aber suchen nie die ernsthafte Herausforderung. Ecken nicht an. Begnügen sich mit dem Guten und Schönen. Ein bisschen mehr Esprit im wohltemperierten Universum hätte dieser Aufnahme vielleicht gut getan. (emv)



Siehe auch:
Karl Seglem

   

Ein Tanke Unna
(2009, Kirkelig Kulturverksted FXCD 350)

Optisch erinnert Elin Furubotn, wie sie sich auf dem Cover von »EIN TANKE UNNA« präsentiert, an Inga Humpe. Doch wer Sounds à la 2Raumwohnung erwartet (was wohl kaum der Fall sein wird) wird vermutlich positiv überrascht sein. Locker-leichte Melodien, eingebettet in sanfte Gitarrenklänge und Bläser-Arrangements, erwarten den geneigten Hörer. Furubotn schmeichelt mit ihrer jugendlichen Stimme, und nach dem Genuss der 11 Songs ist man erfrischt, entspannt und gut gelaunt.

Zum Glück ist es nicht ganz so still geworden, wie man es bei einem Track namens »I Det Stille« erwartet. Ein sehr melodiöser Einsatz der Bläser in »Kem skulle trodd« – ja genau, wer hätte das gedacht? – lockert die Songsammlung merklich auf und bildet zugleich das Highlight dieses ausbalancierten Albums. Zusätzlich zur CD gibt es außerdem eine limitierte Reihe von Holzschnitten, auf denen die Texte von Elin Furubotn beruhen. Ein ungewöhnliche Idee für ein außergwöhnliches und ausgeglichendes Album. (jew)

   

Det Som E Nå
(2008, Kirkelig Kulturverksted FXCD 330)

Ein warmer Sommerabend im Juni: Die Kinder sind im Bett, Überweisungen erledigt, die Blumen sind gegossen. Nun noch mit einem Glas Rotwein auf die Terrasse setzen und herunterkühlen, im wahrsten Sinne des Wortes ebenso wie im übertragenen Sinn. Die Musik der norwegischen Singer/Songwriterin ist dabei der ideale Begleiter. Ihre entspannten Pop-Songs verfügen über Substanz und Eingängigkeit gleichermaßen, und die Begleiter – darunter David Wallumrød an den Keyboards, Rune Brøndbo als Loop-Programmierer oder Cellistin Tanja Orning sowie Atle Nymo an der Bassklarinette – setzen ihre sensiblen Kompositionen perfekt in Szene.

Vielleicht hat ihre Stimme – gerade im Vergleich zu stilistisch ähnlichen Kolleginnen wie Kari Bremnes – etwas wenig Substanz, vielleicht könnte auch eine flottere Gangart zwischendurch zusätzlich Abwechslung bringen. Aber wir entspannen uns ja gerade auf der Terrasse beim Rotwein, und überhaupt, was soll's: Dieser Sommerabend ist so schön! Elin Furubotns Musik auch. (peb)



Siehe auch:
Kari Bremnes
David Wallumrød
Atle Nymo
Tanja Orning



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