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Alle Rezensionen zu Mutants, The
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Boogie De La Muerte
(2011, Jupiter Jymp-251)

Wer demnächst eine längere Fahrt über menschenleere Highways quer durch Texas plant, dem ist »BOOGIE DE LA MUERTE«, das neueste Werk der finnischen Retro-Garagenspaßrocker, ans Herz zu legen. Die verwegenen Sechs räubern ungeniert in der seit 1964 auf dem Dachboden versteckten Schatztruhe: Trashige Spaghetti-Western, daumendick aufgetragene 60ies-Rock-Gitarrensoli, Mariachi-Versatzstücke und kitschtriefende Farfisa-Orgelklänge. Vergießen jede Menge streng riechenden Männerschweiß. Haben dieses wilde Glitzern in den Augen. Verschweigen tunlichst, dass sie mächtig bei Carlos Santana geklaut haben. Ein derart deftiger Silmix kommt ohne Worte aus. Würde ja manchen gestandenen Kerl auch überfordern, das.

Fährt man aber nicht in Richtung El Paso, sondern über den Ruhr-Schnellweg nach Castrop-Rauxel, dann sieht die Sache schon anders aus und der anarchische Spaß am Jonglieren mit den Bällen aus dem Fundus nutzt sich nach einer halben Stunde ab und trudelt Richtung Kalauer. Klar, die Finnen sind putzmunter und für jeden Schabernack zu haben. Allein für ihre Verbeugung vor dem spanischen 70er-Disco-Mädels-Duo Baccara gibt es Pluspunkte in der B-Note. Und auf die Idee, einen Song über die schwäbische Kleinstadt Backnang zu schreiben, muss man auch erst mal kommen. Was aber bleibt, ist ein halbes Lächeln. Und die Lust, gleich eine Tüte Tortilla-Chips zu futtern. (emv)

 Mutants, The: Boogie De La Muerte

   

Grave Groove
(2008, Spinefarm/Soulfood RANCH-39)

Die finnischen Mutants veröffentlichen auf dem heimischen Spinefarm-Nebenlabel »Ranch« bereits ihren Drittling, doch bestimmt kennen sie dennoch nur wenige Musikfreunde. Das kann am Stil liegen, der irgendwo zwischen Blues, Funk, Soul und Filmmusik umhertorkelt oder an der überwiegend rein instrumentalen Umsetzung: Auf »GRAVE GROOVE« greift Gastsänger Nadi Hammouda erst beim vierten Lied »Queen of the Meadow Hill« zum Mikro. Das Sextett setzt seinen 2002 mit »DEATHRACE 3000« begonnen und 2003 von »VOODOO BLUES« gefolgten Trip fort.

Gitarrist/Organist Abnormal, Klampfer El Toro, Saxofonist/Gitarrist Jack Europa kreieren mal bluesige, mal leicht psychedelische Melodien zu den Rhythmen von Bassist Bob Riappola, Schlagzeuger Lance Tougher und Perkussionist Juan Emperor. Alles sehr sauber gespielt, spannend arrangiert und dennoch huscht immer wieder ein »das-kenn-ich-doch« durch den Hinterkopf. Gerade bei »Nacht Im Café Ohne« – wie kamen die Helsinkier nur auf diesen Titel? – fragt sich der geneigte Hörer: Aus welchem Film kenne ich das bloß? Fazit: 42 Minuten für Filmliebhaber und Menschen, die auf Gesang verzichten können. (nat)



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