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Alle Rezensionen zu Dollface
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Silent Rebellion
(2010, 65 Productions/Cargo)

»Von heute an will ich nicht älter werden«, so könnte das Motto lauten, unter dem Dollface agieren. Postpubertäre Wut, diffuses Aufbegehren, sinnloses Gegen-Wände-Rennen. Hadern mit der Welt und mit sich selbst. Kämpfen mit den Mitteln des schwitzigen Indierocks und zappeliger, nervöser New-Wave-Energie. Wir spielen ein bisschen mit dem guten alten Two-Tone-Takten. Das macht Laune. Alles wie gehabt. Die Gitarren summen und stechen, und danach gehen wir ein Bier trinken. Was das südschwedische Quintett auf seinem zweiten Album »SILENT REBELLION« vorlegt, ist gehaltvoll, aber unaufregend. Wie ein Leberwurstbrot mit Gurkenscheibchen.

Sänger Mattias Bjerstedt und seine Mitstreiter bewegen sich nicht wirklich vom Fleck. Verharren im Vertrauten. Rebellieren gegen die üblichen Feindbilder. Die Rock-Revolte, ein Klischee? Man müsste sich aus dem Fenster lehnen und sich etwas Neues trauen, etwas Unerhörtes, um einen Aufstand anzuzetteln. Dollface machen lieber vorsorglich die Fensterläden zu und spielen das alte Lied. Kein Straftatbestand, so etwas. (emv)

 Dollface: Silent Rebellion

   

Mars Attacks
(2008, 65 Productions PROD650001)

Erneut versucht eine Kapelle ihr Glück in der Schnittmenge zwischen Rock und Pop: Dollface nennt sich das schwedische Quintett, für welches Sänger Mattias Bjerstedt und Gitarrist Jakob 2004 den Grundstein legten. Im Herbst des Folgejahres war die Besetzung dann komplett und erspielte sich einen gewissen Ruf als Live-Band. Nun liefern die Schweden mit »MARS ATTACKS« ihr Studio-Debüt ab. Nach den 50 Minuten Spielzeit stellt sich dann doch die Frage, ob eine etwas kürzere Scheibe nicht gereicht hätte.

Bestechend neu klingt dieser Mix nicht, viele Passagen komme mir zu bekannt vor, seien es Melodien, Riffs oder Arrangements. Außerdem kleben zwischen den 15 Songs einige Füller, welche das Ganze in Gleichförmigkeit ausufern lassen. Das schadet den guten Stücken, an die man sich dann irgendwann einfach nicht mehr erinnern kann. Ihre Instrumente beherrschen die Jungs, es stecken gute Ansätze drin, das Soundgewand spricht an. Aber das reicht einfach nicht, um aus der Masse herauszuragen. (nat)



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