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Alle Rezensionen zu Hereä
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Veden Värit
(2016, Groovyrecords / Hereä Music 002)

Wenn sich vier derart hochrangige Musiker zu einer Band formieren, ist die Erwartungshaltung natürlich hoch! Aili Ikonen ist eine der besten Jazz-Sängerinnen Finnlands, singt im Korpi Ensemble und seit 2018 auch bei der weltbekannten A capella-Band Rajaton. Milla Viljamaa gehört sowohl als Pianistin wie auch mit Johanna Juhola oder den Chicas Del Tango schon länger zur absoluten Elite, die Bassistin Sara Puljula ist in unzähligen Projekten moderner akustischer Musik zugange, und der Cellist Vesa Norilo war z.B. mit dem EVA-Trio 2015 in Deutschland auf Tour, darüber hinaus ist er als Produzent erfolgreich. Mit Hereä haben sie ein sehr spannendes Projekt, das knapp 10 Jahre nach dem Debut die zweite CD veröffentlicht: »VEDEN VÄRIT« bedeutet »Die Farben des Wassers«.

Die Kombination der Instrumente ist an sich schon sehr ungewöhnlich, zusätzlich tragen sie mit weiteren Instrumenten zum Klangspektrum bei: Ikonen spielt Violine, Norilo Flöten und Puljula diverse Percussion, dazu kommt als Gast der Starviolinist Pekka Kuusisto auf vier Stücken zum Einsatz. Musikalisch sitzen Hereä zwischen allen Stühlen, will sagen: Hier treffen volksmusikalische Tanzrhythmen, jazzige Improvisationen und kammermusikalische Feinheiten aufeinander und ergeben eine sehr frische, akzentuierte und auch komplexe Melange, die auf enorm hohem Niveau steht – gleichermaßen durchdacht und verspielt, aber nicht so verträumt, wie uns das gemalte Cover vorgibt. Sie spielen ausschließlich eigene Stücke, auch die Texte stammen fast alle von der Band. Eine grandiose CD einer hervorragenden Band, hoffentlich dauert es bis zur nächsten CD nicht wieder ein Jahrzehnt. (tjk)



Siehe auch:
Milla Viljamaa
Korpi Ensemble
Rajaton
Eva-Trio

 Hereä: Veden Värit

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.hereamusic.com

   

Hereä
(2007, Plastinka PLACD048)

Mangels der Rubrik »Weltmusik« trifft »Folk« am ehesten den Stil von Hereä. Das Quartett verquickt klassische Rhythmen mit modernen Melodien, Jazzelementen und traditionellen finnischen Texten, kombiniert Schönheit und Mystik. Die Finnen bestechen aber in erster Linie durch ihre Dynamik – und die ungewöhnliche Zusammenstellung der Instrumente: Milla Viljamaa sitzt am Klavier, Aili Ikonen streicht über die Geige, Vesa Norilo übers Cello oder haucht in die Flöte, Kontrabassistin/Perkussionisten Sara Puljula pointiert die Lieder.

Über diese instrumentale Klanglandschaft erhebt sich alsdann die Stimme von Aili Ikonen. Sie beherrsch ein unglaubliches Spektrum, thront mühelos über allem, a capella oder begleitet, wechselt von Folk zu Jazz, schreit, klagt, säuselt – und zeigt in keiner Tonlage Schwächen. Der Vierer serviert elf facettenreiche, sorgfältig arrangierte Lieder doch von einer wunderbaren, luftigen Leichtigkeit, starke 47 Minuten »Nordic landscapes and urban colors«. Hereäs Debüt: Ein Album wie ein Gedicht. (nat)



Siehe auch:
Hilja Grönfors
Milla Viljamaa & Johanna Juhola
Las Chicas Del Tango



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