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Alle Rezensionen zu Marko Haavisto & Poutahaukat
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Hollolasta Teksasiin
(2008, Humppa/Broken Silence Humppa039)

Eine finnische Countrykapelle? Na, deren Musik wird vor Schwermut triefen wie ein fettes Spanferkel über dem Grill, zieht man vorschnelle Schlüsse und dimmt die inneren Lampen vorsichtshalber auf Dämmerstufe herab. Nur um sich von der positiv-verschmitzten Tanzmusik von Marko Haavisto und seinen Mannen umso mehr überraschen zu lassen. Zu »HOLLOLOSTA TEKSASIIN« (von Hollola nach Texas) kann man sich von einem angenehmen Partner seiner Wahl ganz entspannt über die Tanzfläche einer Vorstadtdisko schieben lassen. Und taucht da nicht weit aus dem Hinterkopf ganz verschwommene Erinnerung auf? An Aki Kaurismäki, seinen wunderbaren Film »DER MANN OHNE VERGANGENHEIT« und die eigenwillig-unbeholfenen und mit viel Herzblut aufspielende Heilsarmeeband?

Bingo! Marko Haavisto ist ebendieser Country- und Westernmusikliebhaber, der nicht nur mit seiner Band die schrullige Heilsarmee-Combo mimt, sondern auch den Großteil des Soundtracks zum Kaurismäki-Streifen beisteuert. Mit einer großen Portion Selbstironie und einer respektvollen Verbeugung vor den Genregrößen wie Hank Williams und Johnny Cash. Diese schöne Tradition setzt der Mann mit dem stoischen Blick auf seiner bereits fünften Veröffentlichung beschwingt fort. Allein die süffigen Walzer weisen alle dumpfen Vorstellungen von der ewigen finnischen Melancholie entschieden in ihre Schranken. Hier strahlt das Licht! (emv)

Marko Haavisto: Hollolasta Teksasiin

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.markohaavisto.com

   

Tässä Ja Nyt
(2006, Johanna Kustannus Oy/Pyramid RAMCD 5144)

Alles auf Anfang! Weitestgehend entfernt sich nämlich Marko Haavisto von seinem geliebten Country-Folk-Rock amerikanischer Couleur und rumpelt Suomi-rockig durch das »Hier und Jetzt«, so der Albumtitel auf Deutsch. Die Band ist frisch beisammen mit dem einzigen Verbliebenen Jouni Saario (g). Neu kam Pekka »Devil« Virtanen (g, war aber schon vorher Backup) und Samuli Halonen an den Drums; Haavisto selbst sorgt an vier Saiten für die Basis.

Die Reaktionen waren sehr gespalten: Viele alte Fans fanden den neuen Sound ungewohnt und gar nicht gut, andere waren vom neuen, kraftvolleren Sound sehr angetan. Immerhin führte dies zu einer Aufbruchsstimmung in der Band, die als nächstes den Klassiker »HOLLOLASTA TEKSAKIIN« aufnehmen sollte. Also ein klassisches Hau-Ruck-Übergangswerk, dafür aber wie gesagt frisch und spontan. (tjk)

   

[Untitled Album]
(1997, Johanna Kustannus / Megamania 1000230832)

Nachdem er 1996 die Band von Topi Sorsakoski verlassen hatte, gründete Marko Haavisto recht bald seine »Zwergfalken« - der Bandname geht auf einen Ausspruch seiner Mutter zurück. Damals konzentrierte er sich noch auf den Gesang, bald nach dieser Scheibe übernahm er den Bass von Lari Tapola; an den Drums sitzt Jukka Teerisaari, der sollte länger mitfliegen.

Stilistisch ist dieses Debut klar als Haavisto zu erkennen: Country-Folk-Rock amerikanischer Prägung mit finnischen Texten, ziemlich laid-back teilweise und somit auch eher entspannt. Das beginnt schon mit »Rosa-Marian Unilaulu«, einem Schlaflied fast: »Rosa-Maria schläft« wiederholt er häufig. Ansonsten Mid-Tempo-Songs, die weder weh tun noch allzu lange hängen bleiben. »Kuun Maisema« groovt locker reggaemäßig, ansonsten wurde es stetig besser. (tjk)



Siehe auch:
Topi Sorsakoski



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