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Alle Rezensionen zu Reseda
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

When Life And Art Collide
(2009, Comet Records/Radar 04469)

Der Rückzug in die Innerlichkeit. Emotionale Blessuren pflegen. Draußen perlt in sanften Rinnsalen der Regen am Fenster herunter. Eine frühe Dämmerung bricht herein. So sieht sie aus, die kammerspielgraue Welt von Reseda. Trauerkloßpop eben. So unorginell, wie Liebeskummer eben meistens ist. Geht aber immer wieder ans Herz. Weil jeder dieses niederschmetternden Empfindungen kennt, wenn die geliebte Person unsere Gefühle nicht erwidert und man den Schmerz darüber nur mit so viel Haltung wie möglich ertragen kann.

Woran wärmen wir uns in solchen Momenten? Am sanften, empfindsamen Gitarrenpop von Bands wie Reseda. Zugegeben: Ihr erster Longplayer »WHEN LIFE AND ART COLLIDE« betritt, was den Innerlichkeitspop betrifft, absolut kein Neuland und orientiert sich hörbar an Coldplay. Was die Band um Sänger Tomas Hartwig aber trotzdem sympathisch macht, ist ihr Bekenntnis zur kleinen Form. Zur bewussten Reduktion. Das Quintett will nicht mehr scheinen als sein. Bekennt sich selbstbwusst zu einer gewissen altmodischen Ernsthaftigkeit. Und rührt das verwundete Herz damit mehr als mit tausend pathetischen Effekthaschereien voll der falschen Gefühle. (emv)

 Reseda: When Life And Art Collide

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.reseda.se

   

The Piano Session
(EP, 2007, Comet Records BTH1434)

Fünf Burschen aus Nordschweden, die noch Träume haben. Die 2005 mit »ALTERNATIVE SIDES OF LIFE« eine feine, mit sehnsüchtigen Pop-Songs angefüllte CD im Fahrwasser von Kristofer Åström und Co. zustande gebracht haben. Doch statt melancholischem Rock gibt's auf dieser EP – ihrem ersten Lebenszeichen außerhalb Schwedens übrigens – noch ruhigeres Songwritertum und strikte Reduktion. Ein Piano und drei Songs – und ab und zu noch eine Fiedel oder Gitarre.

Das strahlt durchaus eine gewisse Faszination aus, die an Regentagen naturgemäß am Besten wirkt: Ein tragisch-schöner Song wie »Cigarette Burns« hat potenziell das Zeug zum Klassiker. Aber drei Nummern sind zu wenig und klingen vor allem zu gleichförmig, um dieser Band vollständig zu verfallen. Zumal sie durch frühere Aufnahmen bewiesen haben, dass sie mit vollem Instrumentarium zu weit mehr Ausdruckskraft in der Lage sind. Trotzdem: Diese charakterstarke Band sollte man im Auge behalten. (peb)



Siehe auch:
Kristofer Åström



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