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Alle Rezensionen zu Candy Cane
(Genre »Avantgarde«, Land »Finnland«)

 

Fay-ra-Doowra
(2007, Jukeboss JUKE010)

Endlich liegen sie in meinem Player, die von Lapko wärmstens empfohlenen Candy Cane. Und ja: Dieses Quartett klingt wirklich ganz anders. Extravagant vermischt es auf »FAY-RA DOOWRA« verschiedenste Klänge: Ein bisschen Noise hier, ein paar Punkrhythmen dort, ein paar gequält, seltsam verzerrt wirkende Gastbläser, alles zertrümmerndes Schlagwerk, zartes Glockenspiel, flinke Finger hetzen furios übers Klavier. Den Gesang dosiert Fronter Marko Neuman (Gitarre, Perkussion, Keyboard) äußerst sparsam, in manchen der Dutzend Lieder unterstützt ihn ein Mikrogrunzer oder eine Gastsängerin, die zwischen ihren Klargesang gelegentliche Jauchzer à la Agnete Kjølsrud (Animal Alpha) mogelt.

Der 1995 in Tampere gegründeten Gruppe samt Gästen gelingt trotz diesem avantgardistischen Gemenge ein majestätisches, orchestrales Gesamtwerk. Knappe 38 Minuten dauert das zweite Album von Neumann, Gitarrist/Bassist Tomi Isoviita, Gitarrist Miikka Salonen sowie Schlagzeuger Raine Näsi – aber die haben es in sich. Eine unglaubliche Fülle von Instrumenten – zu den bereits genannten gesellen sich gelegentlich Posaune, Mandoline, Saxofon, Cello –, Effekten, Details, und versteckten Melodien fordert des Hörers ganze Aufmerksamkeit. Und genau dieses anspruchsvolle Wesen wird Candy Cane vor dem Schicksal ihres Namensgebers bewahren: Wie die rotweißen Zuckerstangen der Massenproduktion zum Opfer zu fallen. (nat)



Siehe auch:
Lapko
Split (Verilöyly, Navigatios, Cahier)
Animal Alpha

 Candy Cane: Fay-ra-Doowra



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