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Alle Rezensionen zu Minilogue
(Genre »Beats«, Land »Schweden«)

 

Blomma
(2 CDs, 2013, Cocoon CORCD033)

Fünf Jahre hat sich das schwedische Duo Zeit gelassen, um dem gelobten, monumental angelegten Erstling »Animals« einen Nachfolger zu schenken. Inaktiv waren sie selbstredend nicht in der Zwischenzeit, Remixes und Maxis überbrückten die Jahre. Doch nun kommt »BLOMMA« (»Blume«), und es ist - was auch sonst - wieder ein Doppelalbum geworden. In seiner Uferlosigkeit erinnert es an Goldies Zweitling, der mit einer missglückten, sechzigminütigen Pseudo-Sinfonie auftrumpfen wollte.

Minilogue hauen nicht mit ähnlichem Orchesterquatsch auf die Pauke, groß angelegte Stücke gibt es dennoch zuhauf. Anders als bei den 26 Tracks von »Animals« verteilen sich die zweieinhalb Stunden hier auf nur sieben, der kürzeste neun Minuten lang. Und so gibt es im mehr als 45 Minuten langen »E de nån hemma?« (»Jemand zu Hause?«) die Beats erst nach einer halben Stunde - davor vorwiegend organische Ambientflächen. Man muss also Ruhe und Zeit mitbringen. Überhaupt sollte man sich drauf einstellen, dass der ruhige Entwurf des Debütalbums hier zumeist vertieft, auf CD2 zu einem vollmundigen Eintauchen in Stimmung und warmen Klang fortgeschrieben wurde. Minimal Techno kommt nur in der ersten Hälfte vor; der klingt dann zwar pulsierend, vor allem warm und sogar mal einen Hauch jazzig, bleibt aber auch eher atmosphärisch als tanzbar. Ambient-Freunde dagegen sollten schauen, ob sie hiermit auf Minilogues Wellenlänge finden. (ijb)

 Minilogue: Blomma

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.minilogue.com

   

Animals
(2 CDs, 2008, Cocoon CORCD0162-2)

Minilogue nehmen immer den kürzesten Weg, obwohl die Konzeptionierung ihres Debüt-Doppelalbums acht Jahre in Beschlag nahm. Gradlinig und in ihrer Direktheit immer berechenbar schlagen sich die Beats ohne Haken ins digitale Feld. Es ist die nordische Kargheit und Transparenz, der sich Minilogue verpflichtetet fühlen. Reduzierte Rhythmen ohne unnötigen Ballast.

Die erste CD dürfte hervorragend im Club rundlaufen. Entsaftete, aber immerwährend gerundete 4/4-Beats geben die Takte vor, nur minimal flankiert von Synthesizerrauschen und raumtiefen Harmonieflächen. Wilde Brüche gibt es nicht, denn das Repetitive ist Muster, die Dopplung Kalkül. Dabei klingt dieser Entwurf von minimalem Techno zwar zeitlos, lässt aber etwas Killerinstinkt vermissen. Transparenz und Hall geben die Richtung auf der zweiten Hälfte vor, die deutlich distanzierter und ruhiger im Puls ist. Ambient und Downbeat überwiegen, und die Experimente gewinnen deutlich an Einfluss. Vielschichtiger, aber umso filigraner geraten die Geräuschpattern, die die hohe Qualität besitzen, einen Rausch des Sinnlichen zu entfachen. (maw)



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