Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Jonna Tervomaa
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Viivalla
(2001, Universal 016334-2)

Wer eine Website über finnische Musik betreibt, muss Jonna Tervomaa erwähnen. Jonna startete ihre Gesangskarriere bereits Anfang der 80er: Damals gewann die Zehnjährige den Gesangswettbewerb »Syksyn Sävel« mit dem Lied »Minttu Sekä Ville«. Im Anschluss entstanden drei Studioalben sowie ein Best-Of – auf das eine zwölfjährige Pause folgt. 1998 beginnt die inzwischen 25jährige mit dem selbstbetitelten Debüt ihre zweite Karriere. »VIIVALLA« ist bereits das dritte Album in Tervomaas »erwachsener« Karriere. Wenngleich von diesem keiner ihrer großen Hits stammt, so besticht es doch als Gesamtwerk: Es zeigt die Vielseitigkeit der exzellenten Sängerin / Songwriterin Jonna Tervomaa.

Ebenfalls exquisit agieren die Mistreiter der Fronterin: Gitarrist Jussi Jaakonaho, Bassist Jonne Von Hertzen (Von Hertzen Brothers), Schlagwerker Tero Mikkonen sowie Tastenmann Kim Rantala (Amorphis), gelegentlich durch Gastmusiker ergänzt. Der Opener »Liikaa« scheppert, stampft, rumpelt mit verwaschenen E-Gitarren und wildem in-die-Tasten-Gehämmer in die Rock-Ecke. Die melancholischere, bisweilen fast soulige Seite Jonnas bringt »Tänään Lähdetään« zum Vorschein. Mit Bläsern und viel Dynamik lockt »Ne Pakottaa« auf die Tanzfläche. Das Quintett präsentiert sich 50 Minuten lang ähnlich abwechslungsreich wie es ihre Landsmänner Tehosekoitin vermochten. Mal theatralisch, mal beschwingt aber immer packend fesseln die Finnen bis zum abschließenden »Penni«. (nat)



Siehe auch:
Von Hertzen Brothers
Amorphis
Tehosekoitin

Jonna Tervomaa: Viivalla

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.jonnatervomaa.fi/

   

Lemmikit 1998 - 2008
(2008, Universal 178116-7)

Ein gutes Jahrzehnt umfasst dieser Sampler, genauer gesagt die CDs »JONNA TERVOMAA«, »NELJÄ SEINÄÄ«, »VIIVALLA«, »HALO« und »PAREMPI LOPPU«. Die erstgenannte wird als ihre erste »eigene« Scheibe betrachtet, tatsächlich ist sie gar nicht ihre erste – als Jonna war schon mit zehn Jahren Kinderstar und hat als Teenie drei Alben veröffentlicht.

Die CD beginnt gleich super mit »Suljettu Sydän« und »Läpikulkumatkalla«, die Songs sind nicht chronologisch den Alben entsprechend angeordnet, passen aber gut zueinander. 21 Songs sind auf »LEMMIKIT« - ein sehr guter Querschnitt ist das geworden. Nach »PAREMPI LOPPU« dauerte es obendrein sechs Jahre, bis sie mit »ELÄKÖÖN« wieder eine CD herausbrachte. (tjk)

   

Parempi Loppu
(2007, Mercury 173 079-9)

Ist »PAREMPI LOPPU« das letzte Album Jonna Tervomaas? Denn auf Deutsch übersetzt heißt der Titel »BESSERES ENDE«. Der Fünftling, von der gleichen Mannschaft eingespielt wie der Vorgänger, ließ drei Jahre auf sich warten – wenngleich das Quintett mit dem behutsamen Opener »Regina Linnanheimo« nahtlos an »HALO« anknüpft.

Wie dessen letztes Stück steigert er sich schleichend, bis er schließlich kräftig aus den Boxen dröhnt. Der Tenor bleibt dennoch überwiegend leise. Die Energie, die Jonna auf »VIIVALLA« versprühte, scheint aufgezehrt, es regieren die melancholischen Töne. Das Quintett scheint sich endgültig in die (wehmütige) Popecke zu kuscheln, erfreulicherweise ohne in Plattitüden zu verfallen. (nat)

   

Halo
(2004, Mercury 986 636-6)

Nachdem Jonna mit »Rakkauden Haudalla«, dem Soundtrack zu »Helmiä Ja Sikoja« (2003), einen erneuten Hit landete, macht sich die in Forssa geborene Finnin ans vierte Album. Auf »HALO« gibt es erstmals eine feste Besetzung. Neben Jonna und Jussi musizieren hier Jonne Von Hertzen am Bass, Tero Mikkonen am Schlagzeug/ Perkussion sowie Tastenmann Kim Rantala.

Der größte Teil der elf Stücke ist sehr ruhig gehalten, Ausnahmen wie »Siskot« bestätigen die Regel. In der Albummitte dominieren die (Gitarren)Balladen wie » Varjoenkeli« oder »Viimeinen Erinomainen Mies«. Selbst die Erfolg-Single »Se Ei Kuulu Mulle« bricht in Sachen Geschwindigkeit und Lautstärke nur minimal aus, dito steigert sich der zweite Bestseller »Myöhemmin« sehr langsam, ja nahezu unmerklich. Fazit: Auf »HOLA« offenbart sich Jonna Tervomaa als absoluter Meister der leisen Töne. (nat)

   

Neljä Seinää
(1999, Mercury 546 722-2)

Wiederum hat einer der Von Hertzen Brothers seine Finger im Spiel: Kie Von Hertzen schrieb den Titelsong und spielt in diesem Gitarre. Der größte Publikumserfolg auf »NELJÄ SEINÄÄ« ist allerdings »Yhtä En Saa«, ein keyboardlastiger Popsong, der nur dank Jonnas Stimme nicht in seichte Gewässer abdriftet.

»VIER WÄNDE« ist ein gutes Album, aber definitiv nicht das beste oder kreativste Werk der Finnin und übertrifft den selbstbetitelten Vorgänger nicht. Apropos: Von diesem blieb neben Jonna nur Gitarrist Jussi übrig, die richtigen Rhythmen garantieren nun Bassist Niko Kokko (Maija Vilkkumaa und Schlagzeuger/Perkussionist Tero Mikkonen. Allerdings gibt Anssi Växby auf dem Zweitling ein einmaliges Gastspiel am Kontrabass.
(nat)



Siehe auch:
Von Hertzen Brothers
Maija Vilkkumaa

   

Jonna Tervomaa
(1998, Polygram 557 460-2)

»JONNA TERVOMAA« legt den Grundstein zur zweiten Karriere gleichnamiger finnischer Sängerin. Auf dem »Erwachsenendebüt« musiziert Jonna mit dem Gitarristen Jussi Jaakonaho, Bassist Anssi Växby (Ville Pusa) und Schlagzeuger/Perkussionist Sampo Haapaniemi (Jippu). Gleich der Opener »Suljettu Sydän« mit Gastkeyboarder Mikko Von Hertzen ist einer der größten Hits Tervomaas: Zu rockigen, groovenden Rhythmen beginnt Jonna mit melancholischem – leider zu sehr im Hintergrund gemischten – Gesang, der sich später herzhaft über die Instrumente erhebt.

In der starken Dreiviertelstunde zeigt die Wahlhelsinkierin nicht nur ihr breites stimmliches Spektrum, sondern auch die Gabe mühelos die verschiedensten Stimmungen zu schaffen. Gäste am Mikro, wie Lasse Kurki (Lemonator) und Instrumenten pointieren die Dutzend Lieder angemessen. Ein kraftvolles Comeback. (nat)



Siehe auch:
Von Hertzen Brothers
Ville Pusa
Jippu
Lemonator



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel