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Alle Rezensionen zu KYPCK
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Cherno
(2008, Century Media 9978062)

Wer einen Soundtrack für die nächste Depression braucht: Hier kommt »CHERNO«. KYPCK, gesprochen »Kursk«, ist der Name einer russischen Stadt (1032 erstmals schriftlich erwähnt), des Atom-U-Bootes »K-142« (2004 in der Barentssee gesunkenen, 118 Tote) und dieser finnischen Band um Fronter Erkki Seppänen. Die Idee sowohl kyrillisches Alphabet als auch russische Texte zu verwenden, stammt allerdings von Gitarrist Sami S. Lopakka (Ex-Sentenced) und Schlagzeuger Kai Hiili Hiilesmaa (Produzent von Apocalyptica. HIM, Lordi …). Und wie's der Zufall so will, spricht Seppänen fließend russisch. Seine Stimme und der harte, dunkle Klang der Sprache passen perfekt zum schleppend düsteren Doom Metal Sound der Finnen.

Tiefergestimmte Gitarren wimmern anklagend, herrlich zäh fließen die Töne aus Jaako T. Ylä-Rautios Bass, Paradebeispiel: »Ne Prosti«. Selbstredend hat Hiilesmaa den zehn Songs in ein fettes Soundgewand gehüllt – und mit der ersten Single »1917« und dem satt stampfenden »Stalingrad« hat das Quartett gleich zwei atmosphärische Glanzstücke im Marschgepäck. Das Video zu ersterem packen KYPCK gleich mit auf die Scheibe, im Anschluss an 54 Minuten extrem dunkler, verzweifelter Musik – mit teils sehr kratzigem Gesang – in der Nachbarschaft von Sentenced und Type O' Negative. (nat)



Siehe auch:
Sentenced
HIM
Lordi
Apocalyptica

 KYPCK: Cherno

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.kypck-doom.com

   

3epo (Zero)
(2016, Ranka Kustannus/Soulfood RAN431656)

Hundert Jahre sind seit dem Debüt von KYPCK vergangen: Zumindest hatten die Finnen auf dem Erstling das Stück »1917« im Gepäck, woran sie auf »ЗEPO« mit »2017« anknüpfen. Die Texte intoniert Erkki Seppänen meist reibeisenartig, selten clean oder beschwörend geflüstert und wie gehabt auf Russisch, ergänzt durch englische Übersetzungen im Booklet.

Auch musikalisch bleiben sich die Nordmänner auf dem Viertling treu und zelebrieren düstere, bisweilen überlange Doom-Lieder, wie das elfminütige »На небе вижу я лицо (I See a Face in the Sky)« in dem Anna Jousne als Duettpartnerin gastiert. Leider weisen etliche der zehn Songs einige Längen auf, in denen der Hörer das Interesse verliert bzw. sind insgesamt (zu) ähnlich gestrickt, ohne herausragende Ohrwürmer. Dennoch werden Freunde der schweren Kost Gefallen an KYPCK finden. (nat)



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