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Alle Rezensionen zu Dylan Mondegreen
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

While I Walk You Home
(2007, Division Records DIVREC CD005)

Unverstanden sein. Einsam sein. Die üblichen Qualen der Jugend bis Mitte 40. Aber zur Rettung aller Außenseiter dieser Welt, die in der Liebe nie reüssieren, weil sie empfindsamer und verletzlicher als der robuste Rest sind, hat eine gute Fee diesen ewigen Loosern den Tweepop in die Wiege gelegt. Um die Schönheit des Scheiterns besingen zu können. Dylan Mondegreen ist einer von den Blassen, Sensiblen, Immer-Zu-Kurz-Kommenden. Seine Verteidigungsstrategie gegen alle emotionalen Grausamkeiten dieser Welt: eine Gitarre, unwiderstehliche Popharmonien und aufblitzende Selbstironie. Belle & Sebastian, die Lucksmiths und die Kings of Convenience nicken verständnisvoll lächelnd dazu.

Die implizite Botschaft von Dylan Mondegreens Debütalbum »WHILE I WALK YOU HOME« lautet: Mit unserer Sanftheit werden wir am Ende siegen. Auf liebevolle Weise. Mit 60ies-orientiertem, putzmunteren, großäugig-naivem Pop, der übermütige Kapriolen treibt und Saxophon oder Glockenspiel Kurzauftritte im Rampenlicht erlaubt. Herzen brechen, aber Børge Slidnes – so heißt Herr Mondegreen künstlernamenfrei – lässt den Kopf nicht hängen. Sein Patentrezept gegen Traurigkeiten aller Art: Leute, zieht euer Lieblings-T-Shirt an, geht in den Park und lasst den Sommer kommen. Machen wir. Versprochen. (emv)



Siehe auch:
Kings Of Convinience

Dylan Mondegreen: While I Walk You Home

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.dylanmondegreen.com

   

Every Little Step
(2016, SkiPop Records)

Bittersüß: So ist die Stimmung auf »EVERY LITTLE STEP«, dem vierten Album des norwegischen Musikers Dylan Mondegreen, der hier vom Tweepop weg entschieden in Richtung Singer-Songwriter-Sounds strebt. Ohne seine poppige Empfindsamkeit aufzugeben! Ureigentlich handelt dieser Longplayer vom richtigen Erwachsensein. Wo Realismus und Traum eine Balance finden müssen. Im Titelstück spielt eine melancholische Mundharmonika das Leitmotiv: Die Freude über Geburt und Aufwachsen der kleinen Tochter wird getrübt durch den Tod der eigenen Mutter. Das klingt so zärtlich und ergreifend, dass wir fast eine kleine Träne verdrücken müssen.

Einen selbstironischen, gelassenen und heiteren Mann wie Mondegreen wünscht man sich nach dem Hören dieses Albums zum besten Freund: Wenn er sich etwa in feinen Tracks wie »The Ghosts Of Christmas Past« liebevoll selbst in den Arm nimmt und zu flirrenden Flötenklängen nur scheinbar verpassten Gelegenheiten nachtrauert. Bloß nicht! Dass man sich mit Dingen wie Acht-Stunden-Tag und Eigenheim aussöhnenkann, wenn man grundneugierig und liebevoll sich selbst und anderen gegenüber bleibt: Das ist die Kunst, die uns der norwegische Folk-Troubadour in angenehm zurückgenommenen Songs wie »For The Innocent And Young« hier lehrt. Schön! (emv)



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