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Alle Rezensionen zu Lindha Kallerdahl
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Let's Dance
(2012, Hoob Records/Musikkoperatørene NORCD1207/HOOBCD030)

Gewandelt hat sie sich, neue Wege gesucht, ihr Schaffen überdacht, Zeit mit ihren Kindern verbracht, drei Jahre lang - und dann nahm sie mit Freunden ein neues Album auf. Dessen (von David Bowie inspirierter?) Titel »LET'S DANCE« führt ein wenig in die Irre, denn diese neun Songs sind kaum tanzbar, häufig sogar reichlich atmosphärisch, selbst wenn die Gastmusiker für unruhige Kontraste zu Kallerdahls schwebendem Gesang sorgen, wie die im Free Jazz arrivierte amerikanisch-japanische Drum-Sample-Meisterin Ikue Mori im Trio »I was informed to dance like Lovers«. So schräg und unvorhersehbar wie all dies vermuten lässt, ist ihr Album tatsächlich ausgefallen. Überraschend auch deshalb, weil die meisten Lieder mehr mit konventionellem Songwriting gemein haben als mit den Avantgarde-Faxen des Vorgängers »Gold«.

Langweilig und gemütlich ist sie jedoch keineswegs geworden; schon ihr zumeist exaltierter Gesangsstil lässt keine Zweifel an ihrer Sperrigkeit aufkommen. Starke - obgleich niemals aufdringliche - Akzente brachten ihre Mitmusiker mit: Samuel Hällkvist und Carl Svensson beweisen sich als erstklassige Gitarristen, die Kallerdahls Stimme raffinierte Dialogpartner geben, wenn sie nicht gerade mit sich selbst duettiert, wie im neunminütigen Höhepunkt »In my Head«. Sängerin Mariam Wallentin gastiert auf zwei Songs, Labelchef Karl Seglem einmal mit einem »Goat Horn«, und koproduziert wurde »LET'S DANCE« mit Åke Linton, der bei etlichen ACT-Alben, vor allem beim E.S.T. an den Reglern saß. Fast ein Pop-Album ist es geworden; an Bowie wird sie damit allerdings nicht anknüpfen. (ijb)



Siehe auch:
Samuel Hällkvist
Mariam Wallentin
Karl Seglem
e.s.t.

Lindha Kallerdahl: Let

Offizielle Website

Offizielle Website      www.lindhakallerdahl.com

   

Gold
(2007, Hoob Records/Musikkoperatørene ESP4041)

Das Cover sieht aus wie von einer 80er-Pop-Platte. Womit man falscher nicht liegen könnte. Was die Sängerin und Komponisten Lindah Kallerdahl hier so hoch ambitioniert kredenzt, ist Freejazz, Neue Musik, verquerer Blues. Mit einer Stimme wie eine experimentelle Avantgarde-Version von Björk kreischt und kratzt, juchzt und jault sich Kallerdahl durch die 17 oft kurzen Songs, allesamt Stimm-Experimente, die sie mit ihrem wirklich wandelbaren, strapazierfähigen Organ bis in die Winkel er Erträglichkeit ausreizt.

Manchmal ist das spannend, manchmal gar schön - vor allem, wenn gefühlvoller Blues langsam oder plötzlich ins Schräge kippt. Oft jedoch ist diese Sirenerei einfach nur anstrengend. Und dann doch zu wenig spielerisch, zu gewollt, allzu zwanghaft künstlerisch. Ein Tipp: Lieber Kallerdahls norwegische Vokalartisten-Kolleginnen Maja Ratkje oder Sidsel Endresen anhören. Die machen das kreativer, leichter, weniger forciert. Und nehmen sich vor allem selbst nicht so schrecklich ernst. (sep)



Siehe auch:
Fabian Kallerdahl Galore
Lindha Svantesson
Kallerdahl, Seglem, Ulvo, Hole, Sjøvaag



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