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Alle Rezensionen zu Poolplayers
(Genre »Jazz«, Land »Grenzgänger«)

 

Way Below The Surface
(2008, Songlines Recordings SGL SA1569-2)

Irgendwie verbindet man mit diesem Klang improvisierter Musik sogleich Norwegen: Dieses Schweben, Tasten, dieses Verschmelzen von Live und Elektronik, dieses genaue Nachhorchen auf die Aktionen der Mitspieler. Aber hier ist nur Arve Henriksen aus Norwegen, Gast bei einer französisch-kanadischen Produktion – der er oder der norwegische Nyjazz allerdings hörbar einen Stil-Stempel aufgedrückt haben.

Hier hallt es und klimpert aus allen Richtungen – auch dank der brillanten Aufnahme, die neben Stereo auch im 5.0-SACD-Format auf der Scheibe ist. Vordergründe und Hintergründe des Quartetts fließen ineinander, mal steht das Klavier im Zentrum (ein wunderbar warmer, manchmal sorgsam präparierter Bösendorfer-Flügel), mal Henriksens rauschende Trompete oder sein Falsett-Fantasiesprachen-Gesang, mal ein elektronisch sanft verhuschtes Schlagzeug. Dabei ist die elektronische Behandlung immer dezent, verschmolzen und im Dienst der Klangforschung nach noch schöneren, noch treffenderen, noch runderen musikalischen Soundereignissen. Auf dieser Suche reagieren die Musiker extrem schnell und mit einer Wachheit aufeinander, die improvisierte Musik einfach braucht. Das Ergebnis ist trotzdem das Gegenteil von Henriksens Parade-Formation Supersilent, obwohl das Prinzip das gleiche ist. Was bei Supersilent Energie und Extase ist, ist hier innige, sehr tiefgehende Ruhe und Versenkung. Eine Stunde lang »below the surface«. Das können sonst nur echte Zen-Meister. (sep)



Siehe auch:
Supersilent

 Poolplayers: Way Below The Surface



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