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Alle Rezensionen zu Moloken
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

We All Face The Dark Alone
(EP, 2008, Discouraged Records/Sound Pollution MMICD004)

Nur den Titelsong, unterteilt in drei Passagen, packen Moloken auf »WE ALL FACE THE DARK ALONE«. Gerade mal gute 15 Minuten währt die EP der Bäckström-Brüder Kristoffer (Gesang/Gitarre), Nicklas (Bass/Gesang), sowie Gitarrist Johan Öman und Schlagzeuger Jakob Burstedt. In dieser Viertelstunde nimmt das Quartett laut eigener Aussage den Hörer mit auf eine Reise in die menschliche Psyche, lässt die Musik den Texten folgen – und das angeblich ohne eine einzige musikalische Wiederholung. Allerdings würde ich für Letzteres nicht die Hand ins Feuer legen, zumindest was das (Hardcore)Geschrei des Fronters betrifft.

Nach einem gesprochenen Intro gleiten »Part I – Lost Saviour«, »Part II – Dual Core Friction« und »Part III – Paranoia« nahtlos ineinander über. Instrumental minimalistisch, bassbetont toben die Schweden durch den düsteren Midtemposong. Wer sich am »Gesang« nicht stört, den erwartet eine atmosphärisch dicht gepackte, erdig produzierte Kurzscheibe. Die Frage nach der tatsächlichen musikalischen Qualität der – nach einem alten schwedischen Wort für niedergeschlagen benannten – Band, kann allerdings erst ein Longplayer beantworten. (nat)

 Moloken: We All Face The Dark Alone

Offizielle Website

Offizielle Website      http://moloken.net/

   

Rural
(2011, Discouraged Records/Sound Pollution SPD-MMICD13)

Moloken ziehen den Hörer auf »RURAL« erneut in eine finstere, experimentelle Klanghöhle – Klanghölle trifft es besser. Wie bereits das Debüt »OUR ASTRAL CIRCLE« lebt auch der gut produzierte Nachfolger von der Spannung zwischen minimalistisch-leisen Passagen und lauten Wutausbrüchen, irgendwo zwischen Prog und Doom mit einem Hauch Death.

Das dominierende Element auf »RURAL«: Die Gitarren, noch markanter in Szene gesetzt als auf dem Vorgänger, von Kristoffer Bäckström sowie Patrik Ylmefors, der Johan Öman ersetzt. Noch eins fällt auf: Die Liedlänge auf dem 52-Minüter ist äußerst unausgewogen. Der kürzeste der sieben Songs ist das progressive Instrumental »Casus« (knapp dreieinhalb Minuten), den Rekord mit mehr als 16 Minuten hält »Ulv«, ein epischer, Black metal-lastiger Opus. (nat)

   

Our Astral Circle
(2009, Black Star Foundation MM105)

Nach der Vorjahres-EP»WE ALL FACE THE DARK ALONE« liefern Moloken um die Bäckström-Brüder endlich ihr Langspieldebüt ab. 54 Minuten währt »OUR ASTRAL CIRCLE«, genug Zeit also für das Quartett um sein songwriterisches Können zu zeigen. Wieder zerrt die Band aus Umeå den Hörer in eine verstörend düstere (Klang)Welt. Schwere Hardcorepassagen durchziehen die Doomlandschaft, ergänzt durch einige Prog- und Death- Elemente. Die erdige, alles andere als glasklare Produktion unterstreicht die bedrückende Atmosphäre zusätzlich.

Bisweilen dominiert das gequälte Schreien Kristoffers/Niklas' wie in »Followers« die Stücke, einige spielen die Schweden fast rein instrumental ein. Nur selten entkommen die Gitarren der erdrückenden Basswalze und verschaffen zaghaft kurze, befreite Momente, wie im monumentalen Epos »Untitled II«. Das Gesamtwerk taugt definitiv nicht für zartbesaitete Gemüter: Moloken haben einen musikalischen Marterpfahl geschaffen; eine der beklemmendesten Platten des Jahres. (nat)



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