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Alle Rezensionen zu Mustasch
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Mustasch
(2010, Nuclear Blast NB2537-2)

Was erhalte ich, wenn ich Glenn Danzig (Danzig) und Ian Astbury (The Cult) kreuze? Ralf Gyllenhammar. Einzig in den gesprochenen Passagen des finalen »Tritonus« erinnert der Fronter und Rhythmusgitarrist der schwedischen Mustasch nicht an seine Kollegen. Alles beim Alten also, auf »MUSTASCH«? Nicht ganz: Mit Gitarrist David Johannesson und Schlagzeuger Danne McKenzie hat Gyllenhammar frisches Blut in seine Truppe geholt, die vereint mit Bassist Mats Johansson den Mustasch-Sound ins Jahr 2010 bringen. Den Anfang macht das starke »Heresy Blasphemy«, ein mächtiger Stoner Rocker. Noch einen Zacken legt das Quartett im folgenden »Mine« zu.

Doch der erste Hänger ereilt die Schweden bereits im nächsten Lied: »Damn It's Dark« hat verdammt starke Momente (der Refrain), die jedoch konfus wirkende Passagen in den Strophen deutlich schwächen. Schade – und zugleich ein Vorbote dessen, was den Hörer noch erwartet: Viele Stücke, die lediglich von der starken Mikroleistung Gyllenhammars leben (wie »The Man, The Myth, The Wreck«), überflüssig sind (wie das vorhersehbare »The Audience Is Listening« … gähn) oder sich selbst / andere kopieren (»Lonely«). Dank der Fähigkeiten der Musiker, vor allem des Sängers, liegen Mustasch mit ihrem 44-Minüter in diesem Genre dennoch über dem Durchschnitt. Doch nach der hohen Messlatte, die die Kapelle sich mit dem verteufelt guten Anfang selbst gesetzt hat, schießen mir beim Hören leider zwei Gedanken durch den Kopf – bezeichnenderweise zwei Songtitel: »Desolate« und »I'm Frustrated«. (nat)

 Mustasch: Mustasch

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.mustasch.net

   

Thank You For The Demon
(2014, Gain Music -)

Mustasch wollen weg. Weg von The Cult- Assoziationen, hin zum eigenen Sound. So vermischt das Quartett auf »THANK YOU FOR THE DEMON« fröhlich Stoner Rock, Metal und Blues, E-Gitarren und Streicher, Akustikgitarren und Klavier. In »Borderline« schlendert Metallicas »Enter Sandman« vorbei, die größtenteils beliebig wirkende Ballade »All My Life« leiten die Schweden mit Akustikgitarre plus Gesang an, versuchen dann zuerst durch Streicher, später durch wuchtige Rhythmen, gegen Ende durch Klavier Akzente zu setzen.

Ganz auf Live-Mitsing-und-Bang-Tauglichkeit abgestimmt ist »I Hate To Dance«: Hier hüpft ein Dancefloor-Beat durch, den Schlagzeug und Gitarre später aufgreifen um den Text »Bang Your Head Cause I Hate To Dance« angemessen zu untermalen. Haben es Mustasch mit diesem Stil-Wirrwarr (weg) geschafft? Nein. Sie klingen jetzt nur wie woanders abgeguckt / abgehört. (nat)

   

Above All
(2003, EMI 72435.38037.2)

Ein Bauernhof auf dem Lande, idyllisch gelegen auf der Insel Orust, dient den Schweden als Kreativitätsschmiede. Ralf Gyllenhammar, Ex-Sänger von B-Thong, gründete mit seinem WG-Kollegen Hannes Hansson, dessen Bruder Mats Hansson und dem gemeinsamen Freund Mats Johannson die Band.

Die kernige Instrumentierung lässt die Songs wie wuchtige Dampfwalzen wüten, schwer groovend, mal treibend, mal schleppend. Man kann es Schweine-Rock, Heavy-Rock oder Stoner-Rock nennen – »ABOVE ALL« ist ein Album mit ruppig-verschrobenem Charme, wie es so nur in Skandinavien entstehen konnte. (chd)

   

Rat Safari
(2003, Capitol/EMI 594188.2)

Die harte Rockschule von The Cult und Black Sabbath hat bei Mustasch ganz deutlich Erfolge erzielt! Überzeugte schon das Debüt »ABOVE ALL« durch seinen rauhen skandinavischen Charme, so legen die Mannen um Ralf Gyllenhammer nun nach. Als Produzent konnte man Jacob Hellner gewinnen, doch kein Sorge - Mustasch haben nun nicht den sterilen Techno-Gitarrensound von Clawfinger oder Rammstein. Die Schweden lassen stattdessen ein Rock'n'Roll-Monster nach dem anderen auf den Hörer los.

Die Gitarren klingen wieder schön dreckig und lassen die Songs mörderisch grooven. Zusammen mit dem oft an Cults Ian Astbury erinnernden Gesang katapultieren Songs wie das epische »6:36« die Hörer in die gute alte Zeit der harten Rockmusik. Der Blues-Einschlag in vielen Songs verstärkt diesen Eindruck noch. Hätten sich Metallica mal lieber diese Band angehört, bevor sie ihr Comeback starteten! (chd)



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