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Alle Rezensionen zu Vilma Timonen Quartet
(Genre »Avantgarde«, Land »Finnland«)

 

VTQ
(2007, Texicalli Records TEXCD083)

Vilma Timonen lehrt Folkmusik an der Sibelius Akademie und war eine der ersten Kantele-Musiker, welche die elektrische Kantele spielten oder das Instrument auf unterschiedlichste Weise in Bands einsetzten. Nun scharrt sie drei Mitstreiter um sich und debütiert mit dem »VTQ«, dem Vilma Timonen Quartet. Gemeinsam mit Bassist, Schlagzeuger/Perkussionist Mikko Hassinen und Gitarrist Topi Korhonen bringt die Musikerin Kantele, Folk und Jazz zusammen. Die zehn Lieder selbst sind eine Mixtur aus Vilmas Kompositionen sowie traditionellen Melodien. Sie bauen eine Brücke von der klassischen Folk-Bühne zu einem kleinen Jazzclub – und zeigen, wie vielgestaltig die Kantele Klanglandschaften bereichern kann.

Trotz des experimentellen, avantgardistischen Ansatzes ist die Musik des Finnenvierers niemals sperrig oder überfordernd, ermöglicht einen leichteren Zugang für »Laienhörer« als es etwa bei Jouhiorkesteri der Fall ist. Bis VTQ Bühnen in unseren Breitengraden erreichen, muss der geneigte Hörer mit dem einzigen Livesong auf dem Debüt vorlieb nehmen: »Lost & Found« besticht mit seiner wunderschöner Perkussion bereits im Mittelteil des Albums und beschließt als »Akustik-Live-Version« die 50minütige Spielzeit. (nat)



Siehe auch:
Jouhiorkesteri
Ruuti
Ilkka Heinonen Trio

 Vilma Timonen Quartet: VTQ

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.bafesfactory.fi/vtq/

   

Drops
(2016, Nordic Notes)

Kristalklar wie ein Wassertropfen. So klingt die Stimme von Vilma Timonen auf »DROPS«, der dritten Veröffentlichung ihres Quartetts. Gemeinsam mit ihren drei bestens aufgelegten männlichen Mitstreitern (Jaakko Kämäräinen am Bass, Topi Korhonen an Gitarre, Mandoline und Trompete sowie Vocals und Tuomas Timonen am Schlagzeug) zeigt sich die Musikerin erneut als souveräne Grenzgängerin zwischen den Genres. Der Künstlerin, die als erste die traditionelle griffbrettlose Kastenzither Kantele elektrifiziert hat, macht sich (an)mutig auf zu neuen Ufern: In Richtung Pop, sanftpfötige Weltmusik und sogar Jazz. Ohne dabei in seichte Kitschgewässer abzudriften! Und ohne Gefahr zu laufen, als finnisches Loreena-McKennit-Double durchzugehen!

Die Songs auf dem Drittling sind eine Mischung aus Eigenkompositionen und neu arrangierten Volksmelodien. Das Althergebrachte behutsam ins Heute bringen und sich dabei von ganz neuen Einflüssen inspirieren lassen: Dem Vilma Timonen Quartet gelingt dies mit Leichtigkeit. Besonders gelungen ist der Track »Pinnan Alla« ausgefallen, der finnische Zurückhaltung wunderbar mit temperamentvollen Percussion-Klängen verbindet. Mehr davon! (emv)

   

Forward
(2009, Ääniä Ääniä 15)

Vilma Timonen bietet mit ihrem Quartett viel mehr als Folk: zum einen ist sie eine der wenigen, die mit Mut und Bedacht die Kantele elektrifizieren, zum anderen geht ihr musikalisches Konzept über eine sanfte Erneuerung der finnischen Tradition weit hinaus.

Diese Vision, schon auf dem Erstling begonnen, spinnt sie nun weiter: mit viel Raum für Improvisationen, mit Luft zum Atmen, mit Musikern, die die Ideen des anderen aufgreifen und weiterentwickeln. Und wieder mit Ape Anttila und Mikko Hassinen an Bass und Percussion (zwei gefragten Jazzern, letzterer ist Anfang 2013 bei Värttinä eingestiegen) sowie Topi Korhonen, der nicht nur als Gitarrist schon mit Kuunkuiskaajat, Pauliina Lerche und Ruuti begeisterte. Auch sein Trompetenspiel trägt viel zum Sound des Quartetts bei. Vilma Timonen spielt Kantele wie Jazzer ihr Piano oder Gitarre: akkordisch, mit Clustern oder auch mit Single-note-Soli. Dazu phantasievolle Kompositionen und fertig ist eine ganz ausgezeichnete und zukunftsweisende CD. (tjk)



Siehe auch:
Ruuti
Pauliina Lerche
Kuunkuiskaajat
Värttinä



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