Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Hilja Grönfors & Latso Džinta
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Katta Ame Aavaa?
(2018, Global Music Centre GMCD 1831)

Die glockenklare Stimme von Hilja Grönfors und die wunderbaren musikalischen Arrangements machen die dritte gemeinsame CD der finnischen Roma-Sängerin und ihrer Band Latso Džinta zu einem Ereignis. Auf die im CD-Titel selbst gestellte Frage »Woher kommen wir?« geben Grönfors & Latso Džinta mit der neuesten Sammlung traditioneller Roma-Lieder aus Finnland gleich mehrere Antworten: Hier swingt und seufzt die mit dem Kaustinen-Folksänger-Preis ausgezeichnete Stimme der Roma-Kultur. Lateinamerikanische Beguine und Rumba, finnische Tango- und Jenkka-Rhythmen lassen in den bisherigen Alben auf die vielfältigen musikalischen Einflüsse schließen.

Hilja Grönfors, im nordkarelischen Juuka geboren, verortet ihre Vorfahren indes im indischen Rajastan. Über 120 Lieder ihres Volkes hat sich Grönfors vorsingen lassen, hat die Texte notiert, hat sich die Melodien eingeprägt – sonst würden die Lieder in Vergessenheit geraten! Sie singt den Blues der Roma: Lieder von Sehnsucht, Trauer, Missetaten, Freude und Liebe. Ursprünglich wurden diese Lieder ohne instrumentale Begleitung unterwegs gesungen, auf »KATTA AME AAVAA? / MISTÄ TULEMME? / WHERE DO WE COME FROM?«, so der komplette Titel, blühen diese Lieder auf. Dank der Arrangements mit Violine, Gitarre, Mandoline, Akkordeon, Klavier, Bass, Schlagzeug, Perkussion, Beatboxing oder einer singende Säge geraten die Songs zu musikalischen Delikatessen und zu emotionalen Erlebnissen. Die treibenden Kräfte der Band (und auch Begleiter als Trio in Konzerten) sind Kiureli Sammallahti (Akkordeon) und Valtteri Bruun (Gitarre, Mandoline). (aha)

Hilja Grönfors: Katta Ame Aavaa?

   

Phurane Mirits
(2008, Global Music Centre GMCD 0817)

»Traditional Songs Of The Finnish Roma« lautet der englische Untertitel zu »PHURANE MIRITS«. Hilja Grönfors sammelte über 100 Lieder aus ihrer Kindheit, wählte daraus ihre Favoriten und hielt sie gemeinsam mit den Kollegen von Latšo Džinta auf diesem Album fest. »I would dearly like to see our traditional music being preserved and re-used. It has been gradually disappearing for a long time, as have the language and customs of the Roma. It is important to safeguard the fundamental features of culture«. Zum besseren Verständnis dienen die englischen Übersetzungen, sowie die Originaltitel der auf Finnisch gesungenen Lieder im Booklet.

Die insgesamt vierzehn Stücke werden mehr oder minder reich instrumentiert: Das letzte Stück »Ilta Oli Vienoissa Unelmissa« stimmt Hilja ganz alleine an, im Zweiten musiziert das komplette Aufgebot: Geigerin Kukka Lehto, Akkordeonist Kiureli Sammallahti, Bassistin Sara Puljula (Hereä), die Gitarristen Valtteri Bruun / Roope Aarnio und obendrein ein Gast an der Mandoline, Olli Vari. »Zigeunermusik«-Sympathisanten sollten unbedingt in dieses ungewöhnliche, da mit finnischen Texten versehene Werk hineinhören. (nat)



Siehe auch:
Hereä



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel