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Alle Rezensionen zu Ingebrigt Håker Flaten Quintet
(Genre »Avantgarde«, Land »Norwegen«)

 

The Year Of The Boar
(2008, Jazzland 0602517-61764)

Ein seltsames Album. Eins, das den Hörer verwirren und auf falsche Fährten locken will. Zum Beispiel der Eröffnungstrack, der mit einem minutenlangen Neue-Musik-Streichersolo beginnt. Dort hinein kracht die Band, daraus wieder ein debil trötendes Saxophon hervor. Sowas passiert oft, dass sich der Stil innerhalb eines Stückes komplett wandelt: Von orientalisierendem Klang zu gemütlichem Kellerjazz. Von einem innigen Choral zu einem Schlagzeug-Ausbruch. Von Funk zu Freejazz und wieder zurück. Von einer melancholischen Bass-Träumerei zu elektronischem Krach.

Das ist anstrengend (was ja nicht per se schlecht ist), und auch innerhalb des Quintetts auf komplexe, kunstvolle Weise polyphon. Aber es ist eben auch haltlos, scheinbar ziellos, für den Hörer jedenfalls, der jede Sekunde darauf gefasst sein muss, aus dem Hinterhalt wieder was Neues auf die Rübe zu kriegen. Auf Dauer (und diese CD ist lang ...) schaltet man da er ab – oder gar aus. Also, ihr fünf: Ein bisschen mehr Linie vielleicht! (sep)



Siehe auch:
The Thing
Scorch Trio
Susanna Wallumrød
Klaus Ellerhusen Holm / Ballrogg

Ingebrigt Håker Flaten: The Year Of The Boar

Offizielle Website

Offizielle Website      http://ingebrigtflaten.com/

   

Quintet
(2007, Jazzland/Universal 06024985 95312)

Wahre Schonkost hat auch das Quintett von 2007 nicht auf der Speisekarte; man kann aber beileibe nicht behaupten, die fünf Norweger würden sinn- oder ziellos Töne und Klänge aneinander reihen. Freilich ist Bassist Håker Flaten ein Freigeist in der Tradition von Ornette Coleman oder Henry Threadgill, die Musik seines Quintetts kommt aber bei aller Wildheit griffig und groovig daher.

Beispielhaft »Maxwell's Siver Demon«: Nach einem kurzen Unisono-Thema übernehmen Bass und Baritonsaxophon (Klaus Ellerhusen Holm) mit einem Drei-Töne-Riff, über dem sich Ola Kvernberg zunächst an der Violine austobt und Anders Hana dann zeigt, welche Klänge er aus einer Gitarre herausholen kann. Das Stück verändert sich noch mehrmals, ein roter Faden bleibt aber erkennbar. Auch Charlie Hadens »Playing« gefällt, ebenso die übrigen Stücke der beteiligten Musiker. (tjk)



Siehe auch:
Ola Kvernberg
Anders Hana / MoHa!
Bugge Wesseltoft
Klaus Ellerhusen Holm / Muringa



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