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Alle Rezensionen zu Khold
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Til Endes
(2014, Peaceville -)

Gaaanz heißer Anwärter auf Platz Eins meiner Charts 2015 - die frostigen Black Metaller Khold. Schon beim diesjährigen Kings Of Black Metal waren die Norweger die Band des Festivals, mit ihrem neuen Album »TIL ENDES« könnten sie die Band des Jahres werden. Sechs Jahre ließ uns das Quartett warten, inklusive des inoffiziellen fünften Mitglieds Hildr (Hilde Nymoen), der Frau des Sängers. Sie schreibt alle Texte für Khold sowie für die Zweit-/Ex-/immer-wieder-Kapelle Tulus von Fronter Gard, Bassist Crowbel (Ex-Minas Tirith) und Schlagzeuger Sarke (Sarke, Ex-Old Man's Child (live), Ex-Valhall). Ein Exot ist der Gitarrist Rinn, der mit Tulus nichts am Hut hat, dafür spielte er mit Gard und Sarke bei Sensa Anima.

Genug der inzestuösen norwegischen Metalszene, zurück zum erneut komplett in Landessprache gesungenen Nachfolger von »HUNDRE ÅR GAMMAL«. Mutig eröffnen Khold mit dem zunächst sehr monoton schleppenden »Myr«, das ganz gemächlich Fahrt aufnimmt. Anschließend folgt auch schon der Höhepunkt der Scheibe: »Skogens Oye«. Was für ein unverschämter Groove! Was für eine fiese Bangvorlage! Was für furiose Tempowechsel! Kurz: Was für ein verteufelter Ohrwurm! Unmöglich für die schwarzen Gesellen, das in den folgenden 25 Minuten zu übertreffen, doch Grund zu mäkeln bietet keines der restlichen sechs Stücke. Viele unerwartete Wendungen, Geschwindigkeits-Variationen und Akzente wie verzweifeltes, kehliges Krächzen (»Ravnestrupe«) machen »TIL ENDES« zum (viel zu kurzen) Hörvergnügen. Mehr davon!

PS: Habe ich schon erwähnt, dass »Skogens Oye« das absolute Highlight ist? (nat)



Siehe auch:
Tulus
Sarke
Old Man's Child

 Khold: Til Endes

   

Hundre År Gammal
(2008, Tabu Recordings/Soulfood 7090001915499)

»We are sorry to announce that Khold has been put on ice for an undetermined length of time« – musste der Fan im Jahr nach der Veröffentlichung des 2005er Werkes »KREK« auf der offiziellen Bandwebsite zu lesen. Doch schon drei Jahre später scheinen sie der Pause überdrüssig zu sein. Jungs, seid ihr nicht ausgelastet bei eurer Zweitcombo Tulus – oder wollt einfach mal wieder norwegische Texte ins Mikro fauchen? Sei's drum, Khold sind mit »HUNDRE ÅR GAMMAL« zurück.

Sie spielen auf ihrem Fünftling von den ersten Takten des Openers »Der Kulden Rår« an so verdammt norwegisch klingenden Black Metal – was allerdings nicht an den Texten allein liegt. Monotone, harsche, tiefe Riffs, schleppendes Schlagzeug und häufig klare Basslinien kennzeichnen klassisches norwegisches Schwarzmetall, wie es auch die legendären Darkthrone schmiedeten. Khold um den fulminanten Frontfaucher Gard brauchen weder technische Spielereien noch Keyboard, noch komplexe Songstrukturen, um zu wirken und fesseln. Aufs Maximum reduziert, mit dem -30°C-Faktor multipliziert und grausam serviert. Köstlich. (nat)



Siehe auch:
Tulus
Darkthrone

   

Phantom
(2002, Moonfog FOG029CD)

Auch auf dem Nachfolger ihres Debüts »MASTERPISS OF PAIN« frönen Khold dem (typisch norwegischen) Old School-Schwarzmetall. »PHANTOM« knüpft zwar an den Erstling an, doch können sich die Norweger in puncto Atmosphäre und Songwriting steigern. Schon der Opener »Dødens Grøde« schleppt sich ungeschliffen mit lässigem Groove und halsschmerzendem Krächzgesang aus den Boxen.

Mit minimalen Mitteln, minimalem Tempo und mörderischen eingängigen Riffs schafft der Vierer um Fronter Gard eine finster-frostige Stimmung die ihresgleichen sucht. Geschwindigkeitstechnisch ein kleiner Ausreißer ist »Fra Grav Til Mørke«, zumindest bis zum letzten Drittel des Songs. Die Kapelle beweist mit ihren neun Stücken, wie etwa dem fantastischen »Slaktereika«, dass man sich auch mit Zeitlupen-Black-Metal in der Szene behaupten kann. Khold – die schwärzeste Entdeckung der Langsamkeit.

PS: Die Neuauflage von Peaceville Records aus dem Jahr 2011 bietet zudem den Bonustrack »Rovnatt« (Demo 2000). (nat)

   

Masterpiss Of Pain
(2001, Moonfog FOG027CD)

Norwegischer Black Metal der alten Schule, oder anders ausgedrückt: In seiner rohen Primitivität erinnert »MASTERPISS OF PAIN« an Darkthrone und lässt die 1990er-Jahre weiterleben. Ebenfalls (indirekt) lebt die Kapelle Tulus weiter, deren Mitglieder Gard (Gesang, Gitarre) und Sarke (Schlagzeug) anno 2000 Khold in Oslo gründeten. Verstärkt mit Gitarrist Rinn sowie Basser Eikind nehmen sie das vorliegende Debütalbum auf, mit prominenter Unterstützung von Galder (Dimmu Borgir, Old Man's Child) an der Gitarre in »Rovnatt«.

Typischer für den Khold-Klang sind allerdings der Opener »Nattpyre« mit seinem langsamen, dunklen Riff oder »Svart Helligdom«, mit noch düsterer und melancholischerer (Bass-)Saitenarbeit. Mit »Mesterverk Av Smerte« hat das Quartett noch einen aggressiven, schnelleren Vertreter am Start – ungemein geifernder Fronter inklusive. Diese Scheibe macht schon jetzt Lust auf den bzw. die Nachfolger.

PS: Die Neuauflage von Peaceville Records aus dem Jahr 2011 bietet zudem den Bonustrack »Jol« (als Demoversion aus dem Jahr 2000) – der angeblich den Weg zum Moonfog-Label ebnete. (nat)



Siehe auch:
Darkthrone
Tulus



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