Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Isgaard
(Genre »Pop«, Land »Grenzgänger«)

 

Wooden Houses
(2008, Flat Earth Music/Rough Trade 4260062410032)

Drei Möglichkeiten hatte der Hörer bereits, um die gebürtige Husumerin mit dem isländischen Namen Isgaard (»Eisgarten«) kennen zu lernen: Frau Marke sang 2001/2002 die Refrains in den Songs »Ein schöner Tag« und »Dream of You« des Schiller-Albums »WELTREISE«. Sie nahm 2003 an der deutschen Vorentscheidung des ESC (Ex-Grand Prix) teil und belegte mit »Golden Key« vom gleichnamigen Album den siebten Platz. Sie intonierte 2007 das Titelstück »Iceland« zu dem Naturfilm »ISLAND 63° 66° N«, welches sich als Bonus auf diesem, ihrem dritten Album »WOODEN HOUSES« findet. Eigentlich gibt es das Stück sogar zweimal: »Wasteland« lieferte die musikalische Vorlage für »Iceland«, doch der Text ist ein anderer.

Die klassisch ausgebildete Sängerin verbindet in ihrer Musik Klassik mit Pop, völlig frei von Kitsch oder übertriebener Theatralik. Gemeinsam mit Produzent/Keyboarder/Schlagzeuger Jens Lück komponierte Isgaard ein Dutzend Lieder zum Träumen und Genießen. Hauptsächlich zeichnen Keyboards und der facettenreiche Gesang von operettenhaft bis zauberhaft zart die Klanglandschaften, bisweilen unterstützen Gitarre, Geigen und Cello die Arrangements. Dabei reicht die Palette von mystisch gehauchten Feengesängen zu Synthiesounds bis zum Titeltrack mit Ethno-/ Weltmusikcharakter. »WOODEN HOUSES« – ausdrucksvoller, melodischer, verträumter Balsam für Seele und Ohren. (nat)

 Isgaard: Wooden Houses

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.isgaard.com/

   

Naked
(2014, Art Of Music/Rough Trade FEM 2012-001)

Die zarte Frau mit dem großen Stimm(ungs)repertoire ist zurück: Isgaard. Die Sängerin, Mitmusiker/Produzent Jens Lück und diverse Gäste entführen die Hörer mit »NAKED« erneut in einen sphärischen Klangkosmos aus Ambient, Pop und Weltmusik. Samples, Pianopassagen und Gesang (ohne Worte) stimmen im Opener »Overflow 1« auf das fünfte Album ein.

Eine Tür öffnet sich knarrend, Schritte auf einer Treppe folgen, schweres Atmen dringt aus den Boxen und lässt »Overflow 2« wie ein Hörspiel wirken – bis das Duo diese Elemente schließlich in Musik übersetzt, in Schlagzeug, Klavier und Gesang. Dieser Filmmusikcharakter zieht sich wie ein roter Faden durch die komplette Spielzeit des 53-Minüters, der viel Raum für zarte Passagen lässt, aber auch für pluckernde, elektronische Beats. Charismatisch, frisch und fernab vom belanglosen Einheitsbrei. (nat)

   

Playing God
(2012, Art Of Music/Rough Trade FEM 2012-001)

Wo hat Isgaard eigentlich zwischen »WOODEN HOUSES« und dem Nachfolger gesteckt, dessen Aufnahmen im Oktober 2011 begannen? Sie hat fleißig an anderen Projekten gearbeitet: Am Album »STRANGER« mit Rainbow Serpent, an Curfew meets Isgaard »THE TRIP« und Stefan Erdmanns Live-Filmshow »ISLAND 63° 66° N« begleitet, sowie Filmmusik zum Nachfolger »ISLAND 63° 66° N - Iceland From Above« eingesungen. Jetzt kehrt sie endlich mit »PLAYING GOD« zurück.

Ein nordischer Hauch weht über dem fast instrumentalen »Northern Lights«, das den Hörer sanft zum gewaltigen Titelstück geleitet: »Playing God« beginnt kuschelig harmlos, schraubt sich gemächlich empor und geht schließlich richtig unter die (Gänse)Haut. Viel zarter, zerbrechlicher folgen die nächsten, meist von Streichern begleiteten Lieder, passend zu den nachdenklich bis traurigen Texten– die auch von düsteren (Metal)kapellen stammen könnten. Stilistisch bleiben Isgaard und Produzent / Mitmusiker Jens Lueck ihrem genreübergreifenden Mix aus Avantgarde, Klassik, Ethno- und Weltmusik treu, neuerdings mit einer Prise Siebziger, einem gastierenden Flötisten und vereinzelt tieferem Gesang als gewohnt. Hörenswert. (nat)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel