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Alle Rezensionen zu Maailma
(Genre »Avantgarde«, Land »Grenzgänger«)

 

Noitalauluja
(LP, 2008, Tjärnen)

Ein Sprichwort besagt: Wege sind dort, wo Leute gehen. Da, wo Maailma stehen, ist hingegen nur Gestrüpp, Dickicht und Wald. Man soll ihnen nicht nachsagen können, dass sie sich irgendwelchen Trends unterwerfen oder mit ihrer Musik anbiedern. Hinter dem Pseudonym steckt ein Trio (Lura Naukkarinen von Lau Nau) und Kristian & Matti von Vinter aus Stockholm, das fest verwurzelt in den Traditionen des Vergangenen ist, ohne sich von alten Konventionen und Strukturen aufhalten zu lassen.

Es wird gejammt, auf verstimmten Gitarren und krummen Geigen scheinbar wahllos gezupft, aus dem Nebenzimmer ins Mikro gesungen und die Klänge der nächtlichen Einöde eingefangen, in der sich Grashalme und Nadelbäume gute Nacht sagen. Es ist die typisch weirde Logik von Paavoharju, der im Extrem gehuldigt wird und die gut und gerne für 40 Minuten konventionelle Hörgewohnheiten über Bord wirft. Es geht um die Kleinkriege der putzigen Insekten, einsame Wandersgelüste und die ewigen Weiten der nordischen Wälder in ihrem repetitiven Muster aus Baum und Baum und See und See. Dazu dröhnen krude Samples aus imaginären Ritzen im Studioboden, deren wahren Ursprung man gar nicht erahnen will. In wilder Versponnenheit wird so mancher Faden verloren oder erst gar nicht gefunden. Die Erstauflage von 133 selbstbedruckten Vinyls ist leider bereits vollkommen vergriffen, so dass man nicht weiter darüber nachdenken muss, ob man das hier gutfinden soll. (maw)



Siehe auch:
Lau Nau
Paavoharju

 Maailma: Noitalauluja

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/maailma



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