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Alle Rezensionen zu Angelit
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Mánnu
(1999, Innovator Series/Warner 3984-25790-2)

Kaum zu glauben, dass die fest in der Tradition verwurzelten Angelin Tytöt von 1992 die Angelit von 1999 sind! »MÁNNU« ist der Sprung in die Zukunft: Kaum eine Band hat die stilistische Weiterentwicklung innerhalb von vier CDs oder sieben Jahren so konsequent und überzeugend vollbracht wie Angelit. Dazu tragen auch die neuen Bandmitglieder bei: die Percussionisten Samuli Kosminen und Mamba Assefa, hauptsächlich der auch bei RinneRadio aktive Kimmo Kajasto, der aus diversen Computern und Keyboards alle möglichen Sounds heraus holt. Selbstverständlich ist auch noch Alfa Häkkinen (Gitarre, Gesang) dabei.

Freilich wird gejoikt – Tuuni und Ursula Länsman joiken so überzeugend wie eh und je, aber sie joiken über elektronischen, fast futuristischen Sounds: ein wunderbarer Kontrast, obendrein ist MÁNNU teilweise herrlich tanzbar; es groovt ohne Ende (»Iŋguna Gánda«). Aber sie können auch anders: »Reiuue« ist eine atmosphärische Ballade mit feinem Text, ohnehin sind die Texte klar, gut und poetisch, im Booklet lobenswert vielsprachig (Sami, Finnisch, Englisch, Französisch, Deutsch). Angelit schlagen mit »MÁNNU« eine Brücke über Jahrhunderte, und vor allem: So gutes gibt's selten auf den Dancefloors dieser Welt. (tjk)



Siehe auch:
Angelin Tytöt

 Angelit: Mánnu

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.angelit.net

   

Reasons
(2003, Finlandia 0927-49873-2)

Sieht man die Rentierherde auf dem Cover, glaubt man kaum, was sich musikalisch dahinter verbirgt: Dancefloor-kompatible Weltmusik mit diversen Gewürzen (sogar ein Chor aus Haiti), die es im traditionellen Sámiland (aka Lappland) ebenso wenig gab wie Motorschlitten. Wobei der Motorschlitten neuerdings vom GPS gelenkt wird; musikalisch gilt ähnliches: Dafür zeichnet hauptsächlich Kimmo Kajasto verantwortlich, der als Electro-Wizard grundsätzlich nach neuen Sounds sucht.

Manche der Songs und Sounds biedern sich allerdings dem Massengeschmack ziemlich aufdringlich an, andererseits gelingen herrlich atmosphärische Klänge, über die Tuuni und Ursula Länsman singen oder (immer weniger) joiken. In erster Linie ist »REASONS« ein feines Dance-Album, das immer wieder an Angélique Kidjo erinnert – die aber nicht aus Sámiland, sondern aus dem Benin stammt. Aber was soll's, das ist musikalische Globalisierung, wenigstens auf hohem Niveau. (tjk)



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