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Alle Rezensionen zu Joose Keskitalo
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Joose Keskitalo ja Kolmas Maailmanpalo
(2008, Helmi Levyt HELMI-019)

Ein paar Gitarrensprengsel, die sich deutlich nach Blues anhören, zersägen die Luft. Rau und unbehauen singt eine Stimme, deren lakonischer Unterton öfter auch mal rabenschwarz sieht. Es sind kleine archaische Songs, die reduziert instrumentiert sind und deren große Stärke der spröde Charme der finnischen Sprache ist. »Mennään Ajelulle« ist dabei klassischer Singer/Songwriter-Output, in bedrückender Langsamkeit vorgetragen, »Haudan Lepoon« hingegen ein störrischer Bastard mit düsterer Leidenschaft.

Immer wieder brechen klassisch Instrumentierte Rocksongs die akustische Kruste auf und präsentieren sich als scheinbar unfertige Tracks, die nur von einer eigenwillig monotonen Perkussion zusammengehalten werden. Dazu gibt es blecherne Sounds aus selbstgebauten Gitarren, deren Do-It-Yourself-Gestus eine sympathische Herangehensweise vermittelt. Selbst eine Tuba schaut später noch vorbei. Die Songstrukturen sind mit »zerschossen« nur annähernd zu beschreiben und lassen sich im Gewöhnungsbedarfladen nur allzu gerne finden. Im Plattenladen nebenan sucht man seine Platte hingegen vergeblich. Selbst in Finnland ist Joose mit seinen eigenwilligen Songs noch ein absoluter Geheimtipp. Warum eigentlich? (maw)



Siehe auch:
Paavoharju
Sami Kukka
Karhumauri
Tampo

Joose Keskitalo: Joose Keskitalo ja Kolmas Maailmanpalo

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/joosekeskitalo

   

Tule Minun Luokseni, Kulta
(2009, Helmi Levyt 029)

Waldschratmusik, hoch eigenwillig. Herrn Keskitalo müssen wir uns vielleicht als Einsiedler irgendwo in den dichten Wäldern Ostfinnlands vorstellen, wo die Schatten lang sind und die Trolle garstiger als anderswo. Keskitalo, der seine Kreativität auch als assoziiiertes Mitglied der wesensverwandten Sonderlinge Paavoharju auslebt, schafft auf seinem dritten Album »TULE MINUN LUOKSENI, KULTA« Musik von grausamer, harscher, heftiger, bewusst roher Schönheit. Gitarre und Stimme, meistens. Die wehtun, die fast schon Angst machen. Mit Freak Folk ist nur ungenau beschrieben, um was es hier geht. Um Intensität und Sehnsucht und um eine unbestimmte Gefahr, die immer im Unterholz lauert. Dieser Sänger könnte ein Beil in Griffweite haben.

Geschichten kann er erzählen, die traurig sind, aber gewalttätig traurig, und selten ein gutes Ende nehmen. Die trotzdem erzählt werden müssen und in denen sich immer eine trotzige Zärtlichkeit verbirgt. Schräge Balladen und wackelige Walzer. Die sich wie schnell wachsender Efeu um uns winden und uns so schnell nicht mehr loslassen. Gefangen in den Wäldern! (emv)



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