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Alle Rezensionen zu Norther
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Mirror Of Madness
(2003, Spinefarm SPI 175 CD)

Viele bezeichnen Norther als Children Of Bodom-Abklatsch – doch damit tun sie ihnen unrecht. Gewiss, die schnellen Doppel-Leadgitarren von Sänger Petri Lindroos und Kristian Ranta, Jukka Koskinens Bassmelodien oder das stramme Getrommel Toni Hallios könnten auch von COB stammen, doch agiert Keyboarder Tuomas Planman bedeutend zurückhaltender als seine Landsmänner: Sein Tastenspiel bremst den Song nicht aus, nein, er rast mit unverminderter Geschwindigkeit in die nächste Todesmetal-Kurve.

Lindroos – der gleichfalls bei Ensiferum ins Mikro kreischt und die Klampfe malträtiert – jongliert mit seinen Stimmbändern zwischen Death und Black Metal, doch donnern die Tracks rapide, melodisch und nicht zu düster aus den Boxen. Das Opener-Doppel »Blackhearted« sowie »Betrayed« heizt gewaltig ein, dann erdröhnt Schlag auf Schlag böses, eingängiges Lauschgift, bis »MIRROR OF MADNESS« mit dem Titeltrack verhallt. Schnell noch mal die Playtaste drücken. (nat)



Siehe auch:
Children Of Bodom
Ensiferum

 Norther: Mirror Of Madness

   

Circle Regenerated
(2011, Century Media 9980862)

Norther generalüberholt: Da sich Ex-Sänger Petri Lindroos ganz auf Ensiferum konzentriert, steht nun Aleksi Sihvonen (Ex-Imperanon) am Mikro und Daniel Freyberg (Ex-Naildown) an der Sechssaitigen. Gitarrist Kristian Ranta gibt ohnehin schon länger den Klargesangs-Gegenpart; die Weichen für »CIRCLE REGENERATED« sind gestellt.

Manchmal wirken die cleanen Passagen etwas übertrieben, im ersten Moment fragt man sich, ob das Sextett eine Gastsängerin engagiert hat. Die Instrumentalisten legen im Opener »Through It All« ein eingängiges Riff vor, bringen durch Variationen in der Geschwindigkeit swechseln immer wieder Abwechslung in die zwölf Songs (plus Lambretta-Cover). Präsentieren sich die Melodic Deather mit »Through It All« noch als die böseren – und für mancheinen auch als die besseren Children Of Bodom 2011 – so teilen sie mit ihren Landsmännern auf die Gesamtspielzeit gesehen das gleiche Schicksal: Aus dem Player, aus dem Sinn. Schade. (nat)



Siehe auch:
Imperanon
Naildown
Lambretta

   

N
(2007, Century Media 99777-2)

Spinefarm ade: Nachdem die Finnen 2007 die EP »No Way Back« mit Heikki Saari hinterm Drumkit in Eigenregie veröffentlichten, wechseln sie zu Century Media. Allerdings kann ihr dortiges Debüt nicht so überzeugen, wie es noch »DEATH UNLIMITED« konnte. Der Grund dafür liegt nicht im teils gedrosselten Tempo, nein das Problem: Die Dutzend Songs auf »N« gehen ruckzuck ins Ohr - und fast so schnell wieder raus.

Wo die Nordmänner früher brachial tobten, regieren jetzt Keyboards, kleistern partiell die Gitarren komplett zu. Glücklicherweise können Norther noch richtig in den Arsch treten »Self-Righteous Fuck« oder »Black Gold« sei dank. Und wenn da nicht solche Fragwürdigigkeiten - wie etwa die Samples in »Always & Never« oder unglaubwürdige Schmalz-Einlagen in »If You Go« - wären, fiele die Bewertung deutlich besser aus. (nat)

   

Till Death Unites Us
(2006, Spinefarm SPI229CD)

Können die Nordmänner den Vorgänger übertrumpfen? Sofort tritt »Throwing My Life Away« mit anständigen Stahlkappen ausgerüstet, sowie fast Megadeth-mäßigen Saitenangriffen gebührlich in den Arsch. Souverän ballert die Rhythmusfraktion, ein Gitarrenduell jagt das andere, Melodien schwellen an.

Auch das Keyboard bringt sich perfekt ein und tritt bei »Omen« zum ersten Mal in den Vordergrund; Lindroos verblüfft durch klaren Gesang. Sich selbst übertreffen Norther nicht, aber »TILL DEATH UNITES US« spielt in jedem Fall in der ersten Liga – wie »ARE YOU DEAD YET?« ihrer Landsmänner Children Of Bodom. (nat)



Siehe auch:
Children Of Bodom

   

Death Unlimited
(2004, Spinefarm SPI191CD)

Erster Eindruck: finster. Nicht nur die Musik, sogar die Rückseite des einstigen Silberlings glänzt pechschwarz. Der Sound steht der Optik in Nichts nach; mit »DEATH UNLIMITED« heizen die Nordlichter die von »MIRROR OF MADNESS« noch glühende Metal-Schmiede weiter an: Die Rhythmusabteilung hämmert gnadenlos, Lindroos sprüht gesanglich Funken, während er zugleich mit Ranta tödliche Gitarrenriffs sowie Doppel-Leadsolos abfeuert wie in »A Fallen Star«.

Keyboard und chorale Passagen setzen atmosphärische Akzente in das von Härte und Schnelligkeit geprägte Gelände. Als absoluter Killer triumphiert das beinahe siebenminütige »Day Of Redemption«. Respekt! (nat)

   

Dreams Of Endless War
(2002, Spinefarm/Indigo SPI142CD)

»Furious Death Metal« nennen Norther ihren Stil – also als wütenden, zornigen Death Metal. Ganz so wütend, wie diese Stilangabe glauben machen will, kommen die Songs dann aber nicht rüber. Trotz Hochgeschwindigkeits-Attacken der Gitarrenfraktion, die sich immer wieder – und wenn auch nur kurz – von schleppenden Rhythmen unterbrechen lassen und trotz des grunzenden Gesanges besitzen die neun Tracks durchaus auch sehr viel Melodie.

Und gerade diese melodischen Elemente, gepaart mit dem Grunzgesang und den ungezähmten Gitarren erheben diese CD zu etwas Besonderem. Die vielen Line-Up-Wechsel seit der Gründung 1996 haben letztendlich eine Band geformt, die das Zeug hat, an der Spitze des Metal mitzumischen. Und wäre da nicht die absolut überflüssige Coverversion von Europes »Final Countdown«, hätte es die Höchstnote in punkto Songqualität gegeben. (hog)



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