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Alle Rezensionen zu Antti Paalanen
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Meluta
(2015, Westpark/Westpark Music 87293)

Ein ganz eigentümlicher Vogel ist Antti Paalanen schon: richtig grimmig schaut er aus dem Cover, dabei ist das erste (Titel-)stück fast schon optimistisch und leicht. Bis er dann zu singen – eher knurren – anfängt. Nicht nur »Kraftsman« erinnert an Attwenger, mit fast hypnotischen stakkatoartigen Rhythmen von Akkordeon und Drums bzw. Elektronik.

Natürlich ist Antti Paalanen immer noch der ernste Tüftler, der detailbesessen die Klänge seines Akkordeons erforscht und stoisch archaische Linien, Melodien und Harmonien verfolgt. Und dabei weiterentwickelt. Der, wie in »Judgement«, sein Instrument fast wie eine Orgel klingen lässt, bis er wieder zu singen – nein, knurren - beginnt. Der im langen »The Final Waltz« ein ganzes Kaleidoskop von Klängen auffährt, von Kirchenglocken über atmende Bälge bis zu grandiosen Dissonanzen. Der mit einfachen Trommelrhythmen arbeitet, der Samples und elektronische Effekte einbaut und diesen nie die Oberhand gibt. Der eine eigene Sprache entwickelt hat und immer besser wird. Darob kann er im Innencover sogar lächeln – ziemlich grimmig, versteht sich. (tjk)

Antti Paalanen: Meluta

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.anttipaalanen.com

   

Breathbox
(2011, SIBA Records SACD-1005)

Er gehört zu den ruhigen, ernsten Vertretern: Antti Paalanen überlässt das Rampenlicht gerne anderen, zieht lieber im Hintergrund die Fäden und entwickelt die Konzepte. Das gilt für seine Mitgliedschaft in diversen Bands ebenso wie für seine eigenen Aktivitäten. Allerdings weiß der Akkordeonist ganz genau, was er will. Nicht umsonst gehört er zu den kreativsten Musikern der modernen akustischen Musik-Szene in Nordeuropa. Das beweist er mit diesem Solo-Album eindrucksvoll.

Ohne Töne beginnt »Breathe«, Paalanen lässt das Akkordeon atmen, bis sich langsam Akkorde darüber legen, eine Melodie sich herausschält: meisterhafter Spannungsaufbau, viel Sinn für Dynamik! Antti Paalanen ist auch moderner Elektronik aufgeschlossen, arbeitet mit Loops und Samples, verfremdet hier und da sein Instrument. Kompositorisch vermeidet er jegliche Klischees, auch der Titel wird beim Hören klar: sehr organisch und rhythmisch legt Antti Paalanen die Stücke an, macht aus dem Akkordeon – genau, eine »BREATHBOX«. (tjk)



Siehe auch:
Hyperborea

   

Äärelä
(2007, Seita Music/Westpark SEITACD-012)

Faszinierend, wie Antti Paalanen im 13-minütigen »Otsa Kurtussa« über eine ostinate Bassfigur, die fast das ganze Stück durchläuft, Melodien und Harmonien aufbaut, verändert, neue hinzufügt und die bisherigen weglässt, diese später wieder auftauchen lässt – wie bei einer Zugfahrt, wenn sich verschiedene Landschaften abwechseln, ähnlich wiederholen.

Mehr als seine zweireihigen Akkordeons braucht Antti Paalanen, bisher hauptsächlich als Duo-Partner von Eero Turkka und Mitglied von Trepaanit in Erscheinung getreten, nicht, um eine spannende Solo-CD zu präsentieren. Paalanen besitzt zwar nicht die melodische Erfindungsgabe einer Maria Kalaniemi und nicht den revolutionären Drang eines Kimmo Pohjonen, doch er ist ein Visionär, ein Geschichtenerzähler, der seine Stücke behutsam aufbaut und sich nicht drängen lässt. Den kleinen Dingen, kleinen Veränderungen gibt er Gewicht; dies spiegeln auch die Fotos im Booklet wieder – ein paar Blumen, Zweige, ein Vogel, Regentropfen in Nahaufnahme. »ÄÄRELÄ« ist ein Traum, eine Meditation, in der Mollakkorde und dunkle Farben vorherrschen. (tjk)



Siehe auch:
Turkka Ja Paalanen
Trepaanit
Maria Kalaniemi
Kimmo Pohjonen



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