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Alle Rezensionen zu Træben
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Looking at the Storm
(2014, Jarr Records/Pladekisten.dk 8714835103981)

Bei der Fülle spannender Leute und Ideen im Kunst- und Musikbereich kann man sich schnell entmutigen lassen, ein Crowdfunding-Projekt für eine CD-Produktion zu starten, ungeachtet hochgejubelter Erfolge bekannterer Namen. Træben, bislang eher mit geradlinigem Old-School-Jazz in Erscheinung getreten als durch besondere Innovationen, sind zudem nicht gerade die naheliegendsten Kandidaten für einen Erfolg auf fanfinanzierten Internetwegen. Nicht nur jedoch belehrt das dänisch-niederländische Quartett uns eines besseren, indem die vier das Budget fürs dritte Album über die niederländische Crowdfunding-Webseite »Voor de Kunst« zusammen bekamen, darüber hinaus liefern sie als Ergebnis der Bemühungen ihr bislang bestes Werk.

Schon das knallbunte Cover macht nach dem visuell altbackenen »Push« deutlich, dass »LOOKING INTO THE STORM« mehr Unterhaltungswert und Schmackes bietet. Das sagen außerdem die Titel geradeheraus: »Do You Think They're Any Good?« und »Better Than The Other One« sind mitreißende Jazznummern, die mit genau jener Spielfreude und Fantasie punkten, die uns bei »Push« nur punktuell eingenommen hat. Es ist unmittelbar zu spüren, mit welcher Lust und Energie die vier Jungs auch auf der Bühne mit diesen Stücken von Gitarrist Jens Larsen ihr Publikum fesseln. Und die beiden leisen Kompositionen aus der Feder von Bassist Olaf Meijer setzen einen geschickten Gegenpol mit Finesse und Poesie. (ijb)

 Træben: Looking at the Storm

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.traeben.com

   

Push
(2011, Jarr Records/Pladekisten.dk)

Die vier jungen Männer aus Kopenhagen und Den Haag, die sich »Træben«, zu deutsch »Holzbein«, nennen, gehen mit ihrem zweiten Album »PUSH« die elegante, etwas zu glatte Linie ihres Debüts weiter. Doch während »Nordic Project« mit Bearbeitungen traditioneller dänischer und schwedischer Lieder auftrumpfen konnte, sind diese zehn Kompositionen (zumeist aus der Feder von Gitarrist Jens Larsen) allzu stromlinienförmig und von wenigen Ausnahmen abgesehen zu sehr auf Nummer Sicher gestriegelter Gemütlichkeitsjazz.

Daran ist erstmal nichts Schlechtes. Wem's gefällt, der soll das gern hören. Doch wenn Træben aus dem Einerlei ausbrechen und zeigen, was sonst noch in ihnen steckt, dann kann man kaum anders als bedauern, dass sie das so selten tun. Die meist sehr langen Songs gehen fast fließend ineinander über, als wären sie ein langes Stück, wobei sich Gitarre und Saxofon in der Rolle des »Gesangsparts« abwechseln. Vor allem Schlagzeuger Haye Jellema setzt immer wieder notwendige, starke Akzente. Den stärksten Eindruck hinterlassen die beiden Stücke, die sich aus der altmodischen Freundlichkeit abheben: Der fantasievoll strukturierte Opener »Top Dog« und ganz besonders das kraftvolle »We'll Let You Know«. Hier zeigen Træben eine Originalität, auf die sie zukünftig mehr setzen sollten. (ijb)



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