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Alle Rezensionen zu Ingrid Olava
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Summer House
(2013, Daring Viola/Universal 602537522873)

Die Fernsehserie »Lilyhammer« mit Steven Van Zandt hat dafür gesorgt, dass die Weltöffentlichkeit zum ersten Mal seit den Olympischen Winterspielen 1994 wieder von Lillehammer Notiz nimmt. Ingrid Olava hatte als eine der bekanntesten Töchter der Stadt zum Abschluss der ersten Staffel einen Gastauftritt. Dabei ist sie der Provinz inzwischen längst entwachsen. Wie selbstverständlich reiste sie nach L.A. und quartierte sich in Fran Healys Berliner Wohnung ein, um Lieder für ihr nunmehr drittes Album zu schreiben, das standesgemäß in England eingespielt wurde.

Auch die Liste der Geburtshelfer von »SUMMER HOUSE« verdeutlicht den internationalen Anspruch, umfasst sie doch Namen wie Gary Clark (Natalie Imbruglia) und Ben Christophers. Als Produzent wurde David Kosten (Bat For Lashes) verpflichtet, der das Klangbild auf überzeugende Weise modernisiert hat, aber bei einem schönen Schmachtfetzen wie »Dark-Eyed December« zum Glück auf jegliches Brimborium verzichtete. Leider schmälern Rohrkrepierer wie »Clap Hands«, »Just For Tonight« und »Black Box« den Gesamteindruck. (mau)

Ingrid Olava: Summer House

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.ingridolava.com

   

The Guest
(2010, Daring Viola/Universal 060252733446)

In der Musikwelt ist die Zahl der bärtigen Männer mit Gitarre ebenso unüberschaubar wie die der stimmgewaltigen Frauen am Klavier. Eine wissenschaftliche Abhandlung zu diesem Phänomen steht noch aus, doch wenn sich eines Tages jemand dieser Sache annimmt, sollte »THE GUEST« zum Untersuchungskorpus zählen, denn Ingrid Olavas zweites Album kommt einem Geniestreich sehr nahe.

Wie es sich gehört, haben mit Alexander Kloster-Jensen und Frode Jacobsen zwei männliche Produzenten die junge Dame unter ihre Fittiche genommen. Schlagzeuger Erland Dahlen, Bassist Jo Berger Myhre und Lars Horntveth – als Streicherarrangeur in Norwegen momentan sehr gefragt – trugen ebenfalls ihr Scherflein bei. Aber da Ingrid Olava die durchweg großartigen Lieder geschrieben hat, an den Tasten den Ton vorgibt und ihre Stimme stets im Mittelpunkt steht, gibt es keinen Zweifel, wer hier eigentlich die Hosen anhat. Sporadisch wird die Handbremse gelöst (»Warrior Song«, »The Guest«), doch die Balladen überwiegen, von denen sich die allerschönste kurz vor Schluss versteckt hat (»I Was Wrong«). (mau)



Siehe auch:
Erland Dahlen
Jo Berger Myhre / Splashgirl
Lars Horntveth
Susanne Sundfør & Lars Horntveth

   

Juliet's Wishes
(2008, EMI 5099920 748821)

Ihr Debüt »JULIET'S WISHES« entpuppte sich als Überraschungserfolg, was sich letztlich auch am Jahresende in der Nominierung zum Spellemannspris niederschlug. Die 1981 geborene Ingrid Olava Brænd Eriksen, die als Background-Sängerin bereits für Madrugada, Sivert Høyem oder El Cuero in Erscheinung trat, wirkt als deutlich hörbare Epigonin von Tori Amos oder Regina Spector denn auch entsprechend ambitioniert und emotional gebrochen zugleich. Ganz wie ihre Vorbilder.

Doch obwohl man angesichts ihrer hauptsächlich von der Piano-Begleitung und einem Streicher-Ensemble getragenen Song-Sammlung zunächst aufhorcht und sich darauf freut, das durchaus nicht immer rosige Seelenleben der jungen Sängerin näher zu erforschen, darf man bei ihr nicht in die Tiefe dringen. Oder gibt es da gar nichts, wonach es zu tauchen lohnt? Ihr sprödes Songwriting bleibt jedenfalls trotz ansprechender Momente zu burschikos, um wirklich das Herz zu rühren. Mit einem besseren Produzenten und Co-Writer wäre da noch mehr drin gewesen – hörbar etwa bei ihrer herrlch drängenden Version von Dylans »It's Allright Ma (I'm Only Bleeding)« ... (peb)



Siehe auch:
Madrugada
Sivert Høyem
El Cuero



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