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Alle Rezensionen zu Milla Viljamaa
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Minne
(2012, Eigenverlag MVCD 001)

Im kongenialen Duo von Johanna Juhola und Milla Viljamaa erscheint erstere als schriller Akkordeonkobold, letztere eher als die ernste, die eher am Flügel die Details ausbrütet und sich nie die Haare färbt. Aber schon das erste Stück straft den Rezensenten Lügen: die verspielte Melodie erinnert an ihre grandiose Kirmes-Platte »Paras Aika Päivästä« - allein die Instrumentierung verrät die spezielle Intention der Pianistin: fast nur Streicher erklingen hier! Akkordeon? Fehlanzeige, das hat der Hecht im Cover geschnappt, oder doch das Harmonium der Milla? Unter den Streichern sind Kukka Lehto (u.a. Ruuti, Värttinä), Esko Järvelä (Fam. Järvelä…) und Sara Puljula (die in diversen Bands mit Viljamaa und Juhola brilliert).

Schreibmaschinenklänge eröffnen »Miss Marplen Tango« - man sieht selbige förmlich über den CD-Player huschen. Roope Aarnios Gitarre ergänzt die Streicher in »Valkea Kuin Lumi«. Fast gespenstisch wird es in »Hugin Ja Munin«, in »Ansa« versöhnt sie mit idyllischen Melodien und Stimme. Ihre ganz eigene Melange aus Kirmes und Tango macht sie in »Kaksinpeli« deutlich, hier tanzen Hecht und Karpfen Pirouetten. Milla Viljamaa schreibt Stücke voller Phantasie und Poesie, setzt diese in akustische Kleinodien um und geht konsequent ihren Weg zwischen Tango, Varieté und Kammer-Folk. Mit Genie, Geschick, Witz und Klasse. (tjk)



Siehe auch:
Duo Viljamaa

Milla Viljamaa: Minne

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.kolumbus.fi/millaviljamaa/

   

Paras Aika Päivästä
(2008, Aito/Galileo AICD014)

Eines der Bilder im blumig-bunten Booklet erweist sich als programmatisch: Schon »Raquel«, das erste Stück, dreht sich wie das Karussell, fast scheint Milla Viljamaa darin zu sitzen und das Treiben unter ihr musikalisch zu reflektieren – mit zeitlos guter akustischer Musik. Von ihrem Hauptinstrument, dem Klavier, wechselt sie über weite Teile dieser CD auf das Harmonium, diese meist als Begleitinstrument verwendete kleine Blasebalg-Orgel. Bei Milla Viljamaa kommt der Kasten endlich groß raus!

Unterstützt von Pekka Kuusisto (vi), weiteren Streichern und Bläsern, ein wenig Percussion sowie ihrer Tango-Doppelpartnerin Johanna Juhola (acc) erzählt die Tastenvirtuosin Geschichten – man muss nur die Augen schließen und die Songtitel als Vorlage verwenden: Schon erscheint ein Zirkus (»Sirkusta Kerrakseen«), oder eine Maus schleicht sich ins Bärengehege (»Hiiri Karhupuistossa«), »Teehetken Tango« ist wie geschaffen für die Teestunde. Ganz toll geraten ist »Tuulilaulu«, wo Milla Viljamaa auch singt. Insgesamt kann das Hören ihres Solo-Debüts durchaus zur besten Zeit des Tages werden, wie der Titel verspricht. (tjk)



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