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Alle Rezensionen zu Miss Li
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Dancing The Whole Way Home
(2010, Devil Duck Records DDUCK027)

Keine singt mit solcher Überzeugung über hübsche Jungs wie Linda Carlsson alias Miss Li, dass man glatt den ganzen Weg mit ihr nachhause tanzen möchte. Aber halt! Bitte genau hinhören, dann ist es schnell vorbei mit dem Bild des überblubbernden, rundäugigen Gute-Laune-Mädchens. Miss Li nutzt die äußere Form des fröhlich-bunten Popsongs, um dahinter mit Worten die dunklen Seiten aufzumalen. Selbstmord, Fehlgeburt, lüsterne 55-jährige Sugar Daddys, arrogante Bankerschnösel und die erstickende Enge von Vorstädten. Ist »DANCING THE WHOLE WAY HOME«, die zweite bei einem deutschen Label erscheinende Veröffentlichung der Schwedin, Betroffenheitspop etwa, oh Grauen? Keine Bange!

Dazu ist Miss Li viel zu sehr die lebenslustig-freche Rebellin. Die sich nicht festlegen, sondern in viele Rollen schlüpfen will. Hauptsache selbstironisch und leichtfüßig. Ernsthafte Erwachsenenwelt, du kriegst mich nicht! Musikalisch ist Miss Li weiter im Retro-Shangri-La-Pop der 60er angesiedelt, mit Betriebsausflügen in Richtung Jazz, Kabarett und Balkanblues. Unterstützt von ihren bestens aufgelegten Begleitern, mit wunderbar arrangierten Streicher- und Bläsereinsetzen, steppt die Band in eine Welt, in der die Farbe rosa eindeutig trotzig aussieht und dumme Mädchen draußen bleiben müssen. (emv)

 Miss Li: Dancing The Whole Way Home

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.missli.se

   

Beats And Bruises
(2011, Devil Duck Records DDuck039)

Göre, Diva, Femme Fatale, Feministin: Miss Li ist all das und noch ein bisschen mehr. Vom unschuldigen Blick sollte man sich hier nie täuschen lassen, denn Linda Carlsson ist kein harmloses Mädchen. Dass der Teufel alle Männer holen soll, die ihre Frauen schlagen, ist bei ihr kein bloßer frommer Wunsch. Das wird so sein! Auf ihrem dritten Album »BEATS AND BRUISES«, ist die Schwedin, unterstützt von ihrer famosen Band, endgültig ins Erwachsenenlager gewechselt und tanzt souverän zwischen den Stilen. Vom Disco-Soul bis zur bluesigen Schauerballade sind es bei ihr nur wenige Schritte. Die Lady, beim Songschreiben ideal verpaart mit dem Lebensgefährten Sonny Boy Gustafsson, spielt ihre eigene, grellbunte Rocky Horror Show. Nur sind die Zwischentöne inzwischen so laut geworden, dass sie dröhnen. Mit Trompetenklang!

Shirley Bassey, Nancy Sinatra und die Ronettes sind die guten Feen, die hier Pate stehen. In den Hüfen swingend, selbstredend. Durch Miss Lis Musik stiebt der Sternenstaub, auch wenn sie wegen Pinkelns auf der Straße von der Polizei verhaftet wird wie im respektlos-ironischen »Arrested«,. Und vielleicht gerade dann. Wenn diese Frau eine Revolution startet, möchte man dabei sein. Das wird ein Spaß! (emv)

   

Miss Li
(2008, Devil Duck Records DDUCK025)

Miss Li ist das musikalische Äquivalent zu einer Wunderkerze. Zisch bang booom! Ist eine höchst animierende Mischung aus Kobold, Vollweib und kulleräugiger Göre. Aus Cyndi Lauper, Pippi Langstrumpf und Bette Middler. Und ein ebensolches Energiebündel! Linda Carlsson (so Miss Lis bürgerliches Alter Ego) bringt auf ihrem deutschen Debüt die Highlights ihrer drei (alle im selben Jahr 2007!) veröffentlichten Alben heraus. Haut in die Tasten und hat einen Riesenspaß dabei, sich mit spitzen Fingern die besten Beeren aus verschiedenen musikalischen Stilen herauszuzupfen und zu ihren Zwecken eine ganz neue Mischung anzurühren: Kabarett, Swing, Jazz, Balkan, Girlpop, Chanson und Blues. Wie das zischt und blubbert! Whooom ba-da-boom!

Mit dem naiven, scheinbar zuhause am Computer zusammengebastelten charmanten Girlie-Dilettantismus einer Kate Nash hat Miss Li so gar nichts zu schaffen. Ihre famose Herren-Begleitband besteht aus vier Könnern, die sich der Bullerbü-Diva so anschmiegen wie die Nerzstola den schmalen Schultern von Marlene Dietrich. Mädchen wollen Spaß haben und auch mal gemein sein und die eigenen Freunde dafür bezahlen, dass sie nett über sie reden – raffiniert, diese kleinen Biester. Miss Li ist ihre Heldin – und siegt mit überschäumender Lebendigkeit. (emv)



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