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Alle Rezensionen zu Magnus Grønneberg
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Helt Grønn
(2000, Warner 8573 82365)

Eigentlich müssten alle Alarmglocken schrillen, wenn man unversehens anfängt, Refrains nach dreimaligem Hören mitzusingen, fröhlich zu lächeln und gar noch mitzuswingen. Huch, das können doch nur Songs für Dummbatzen sein, die gerade mal drei Töne halten können! Aber aufgepasst: Es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen einfach gestrickt und eingängig arrangiert. Magnus Grønneberg weiß auf seinem Solo-Debüt »HELT GRØNN« sehr genau, dass das scheinbar Einfache das ernsthaft Schwierige ist. Und er kann's! Wunderbar gelassen auf dem schmalen Grat balancieren, wo Pop und Rock unversehens Händchen halten und sich tief in die Augen blicken.

Mitsing-Lieder können Niveau haben und Spaß machen, schau einer an! Wenn sie sich selbst ernst nehmen und trotzdem mit leichtem Flügelschlag einfach abheben. Das schafft man nur mit viel Erfahrung, und die besitzt der Musiker als Obermufti bei den norwegischen Lokalrockheroen CC Cowboys. Songs wie das düster betitelte »Galgen« sind männlich, ohne machohaft zu sein. Radiokompatibel, aber keine beliebige Durchschnittskost. Und temperamentvoll, ohne zu dick aufzutragen. Eine angenehme Entdeckung, der Mann! (emv)

Magnus Grønneberg: Helt Grønn

   

Wildenvey
(2001, Warner 0927 40352 2)

Der Gitarren-Schmusepop hat einen schlechten Ruf. Wohl deshalb, weil sich auf diesem Terrain so viele überbezahlte Stars drängeln, die mit falschem Pathos ebensolche Gefühle im Formatradio besingen. Aber halt! Was kann der arme Schmusepop dafür, dass er in die falschen Hände geraten ist? Denn dass man haarscharf an der Grenze zum Edelkitsch balancieren und trotzdem gekonnt die (weiblichen) Gefühle rühren kann, beweist Magnus Grønneberg auf »WILDENVEY«. Wie schafft er das? Indem er nicht zu dick aufträgt und seine Songs so sachte in die Welt bläst wie Seifenblasen. Selbst wenn dabei Herzen brechen.

Eigentlich ist Grønneberg ja ein Mann der Prärie. Aber von seiner Haupttätigkeit als Rauhbein bei der Rockformation CC Cowboys, wo er den Sänger und Gitarristen gibt, ist nichts zu spüren, wenn er seine eigenen Wege geht. Viel mehr scheint er das Schwelgen in großen emotionalen Aufwallungen sichtlich zu genießen. Die pathetischen Engelschöre und die leicht peinlichen Saxofonsoli verzeihen wir ihm. Denn ähnlich wie der auf Solopfaden unendlich unterschätzte Take-That-Vortänzer Mark Owen ist Grønneberg unerwarteterweise ein großäugig-naiver Romantiker. (emv)



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