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Alle Rezensionen zu Isole
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Silent Ruins
(2009, Napalm NPR279)

Es gibt einfach zu viele Bands: »SILENT RUINS« ist bereits das vierte Album von Isole – und mein Erstes. Die in grauer Vorzeit unter dem Namen Forlorn (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Truppe aus Norwegen) agierende Band packt gerade mal sieben Songs auf die Scheibe. Doch bereits der Opener bringt es auf satte elf Minuten, langsam und sehr düster schleppt sich »From The Dark« vorwärts. Knappe zwei Minuten lässt Sänger/Gitarrist Daniel Bryntse verstreichen, dann erhebt er seine Stimme, erzählt die Geschichte einer Person, die an einem unwirtlichen Ort aufwacht …und keinerlei Erinnerungen an den Weltuntergang hat. Im Laufe des Konzeptalbums kehren vergessene Details, Erinnerungsbruchstücke zurück – die jedoch zu einer deprimierenden Erkenntnis führen.

Entsprechend klingt das gesamte Doom Metal-Werk sehr dunkel, sehr trostlos, sehr traurig. Der verzweifelte Klargesang Daniels dominiert, wenngleich er auch spärlich growlt; für die choralen Passagen greifen ferner Gitarrist Crister Olsson / Bassist Henrik Lindenmo zum Mikro. Der epische, atmosphärische 54-Minüter offeriert hypnotisch hoffnungslose Lieder, geschaffen aus herrlichen Gitarrenharmonien mit anmutigen Soli, wuchtig-drückenden Rhythmen und emotionalem Gesang. Meist vielschichtig arrangiert, aber auch mal puristisch wie in dem Gesang-Klavier-Stück »Peccatum« bleibt »SILENT RUINS« bis zum Schluss spannend: Eine dunkle Perle von erlesener Schönheit. (nat)

 Isole: Silent Ruins

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.forevermore.se

   

The Calm Hunter
(2014, Cyclone Empire CYC-150-2)

Die brauchen auch immer länger: Dieses Mal zogen drei Jahre ins Land bis Isole Album Nummer Sechs veröffentlichten, inklusive eines Besetzungswechsels. Jimmy Mattsson (Loch Vostok) heißt der neue Mann am Bass, der auch als singender Gegenpart in Erscheinung tritt; außerdem verließ der langjährige Schlagzeuger Jonas Lindström die Kapelle nach den Aufnahmen.

Musikalisch gibt es auf »THE CALM HUNTER« keine Veränderungen: Erneut liefern die Schweden ein episches melancholisches progressives Doom-Werk, musikalisch und technisch auf gutem Niveau. Tonnenschwere Riffs, kraftvolles Schlagzeug und vor allem die klar-growlenden Wechselgesänge kennzeichnen die sieben Lieder, die durch zarte Gitarrenmelodien (»The Eye Of Light«) oder fast musicalartigen Gesang (Titeltrack) pointiert werden.

PS: Sänger/Gitarrist Daniel Bryntse, Gitarrist Crister Olsson sowie Ex-Schlagzeuger Lindström tummeln sich auch bei den Viking Metallern Ereb Altor. (nat)



Siehe auch:
Ereb Altor
Loch Vostok

   

Born From Shadows
(2011, Napalm NPR 394)

Isole haben sich für ihre Verhältnisse lange Zeit für den Nachfolger von »SILENT RUINS« gelassen: Zweieinhalb Jahre. Die Doom Metaller eröffnen »BORN FROM SHADOWS« mit dem sehr bandtypischen »The Lake«, einem melancholisch-zäh aus den Boxen fließenden Lied.

Die (sehr) langen Songs, mit nur einem Ausreißer unter der Sieben-Minuten-Marke, verbreiten allesamt eine sehr düstere, ja fast misanthropische Stimmung, die die rohe Produktion noch verstärkt. Die Gitarristen spielen jeden Ton bedächtig, ja zelebrieren ihn nahezu, während Daniel Bryntse seine komplette stimmliche Vielfalt ausreizt: Von dunklem Klargesang zu (an)klagendem Heulen, ergänzt durch Growlen des Bassisten Henrik Lindenmo, wie im Titeltrack. Kurzum, der 55-Minüter ist Pflichtprogramm für Fans episch-melodischen Doom Metals. (nat)



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