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Alle Rezensionen zu Trond Granlund
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Østkantfolk
(2000, Wheeling Records 7039695000005)

Er knurrt, er knistert, knarrzt und knuspelt. Was nicht heißen soll, dass Trond Granlunds Stimme den Ohren ein Graus wäre. Im Gegenteil. Der große reife Mann unter Norwegens (Folk)-Rockern ist seit Mitte der 70er Jahre eine feste Größe in der Ecke, in der rustikale Hemdsärmeligkeit herrscht und Männerschweiß die Duftmarke setzt. Mit einem Bein steht er in den lagerfeuerduftenden Weiten der amerikanischen Prärie, mit dem anderem in den verräucherten Ecken irgendeiner Bluesbar in der Unterstadt, wo sich vorzugsweise die verkrachten Existenzen treffen.

Den Underdogs gehört die ganze Sympathie des Musikers, der den leicht zerknautschten Schlapphut zum Markenzeichen erkoren hat. Dass er seinem Dylan wohl gelauscht hat, kommt auf seiner 17. Veröffentlichung »ØSTKANTFOLK« (am Griffigsten wohl mit »Eastenders« übersetzt) besonders gut zum Ausdruck. Granlund, in seiner Heimat mit dem renommierten Spellemannspreis ausgezeichnet, hat über 20 Alben eingespielt. Dass er seinen jugendliche Zorn über soziale Missstände nicht verloren hat, zeigt er hier ebenso eindrucksvoll wie einfühlsam. Der Geist von Woody Guthrie lebt. (emv)

Trond Granlund: Østkantfolk

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.trond-granlund.no

   

Kommer Tid, Kommer Råd
(2006, Eigenverlag TG56)

Gute Geschichten erzählen. Wie unspektakulär. Aber wie wichtig! Trond Granlund, der grauschopfige, aber kaum altersmilde Protestbarde mit Wurzeln im Rock, hat seine musikalische Heimat in der lagerfeuerbeschienenen Ecke gefunden, wo sich die country-affinen Singer-Songwriter zum Klampfen treffen. Granlund ist ein humoriger Erzähler, der seine Pointen setzen weiß. An seinen Geschichten kann man sich wärmen. Obwohl er den Hörern keine heile Waltons-Welt im Haus am Rande der Prärie vorgaukelt.

Denn dieser Mann mit der Gitarre überrascht durch unerwartetes Kapriolenschlagen. Streift kurz den Schlager, macht einen Zwischenstopp beim Trinklied oder verbeugt sich kurz vorm Blues. Und irgendwie ist das Meer bei Granlund trotz aller Weiten des Westens nie weit. Eine Brise salzige Seeluft weht ganz verhalten durch die Songs. Das kann wohl nur ein Norweger schaffen. (emv)



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