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Alle Rezensionen zu Helheim
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Heiðindómr Ok Mótgangr
(2011, Dark Essence Records KAR061)

Nach der eher schwachen »ÅSGARDS FALL«-EP und dem soliden Langspiel-Vorgänger »KAOSKULT«, schaffen es Helheim mit »HEIÐINDÓMR OK MÓTGANGR« endlich wieder zu begeistern. Die Norweger vermischen auf ihrem Siebtling Black Metal mit einem winzigen Hauch Viking und sehr viel Helheim. Unglaublich gut produziert füllt das Quartett seine neun Songs mit komplexen Gitarrenmelodien, einem wuchtig groovenden Schlagzeug, Schreien und rauen Growls der Sänger V’gandr / H’grimnir im Wechselspiel.

Ich kann es nicht erklären, aber wenn sie in ihrer Muttersprache singen, klingt es sofort doppelt so gut – und das tun sie hier in allen Songs. Keine Panik: englische Übersetzungen liefern sie im Booklet mit. Helheim glänzen mit unzähligen Stimmungs- und Geschwindigkeitswechseln vom rasenden Schwarzmetaller »Nauðr« bis zum ruhigen »Maðr« mit Klargesang. Als Gäste haben sie übrigens alte Bekannte dabei, wie Hoest (Taake), Gunnar Emmerhoff und PV am Mikro sowie Trine Mjanger am Waldhorn. Fazit: Ursprünglich, rau, stimmig – kaufen! (nat)



Siehe auch:
Taake
Einherjer

 Helheim: Heiðindómr Ok Mótgangr

Offizielle Website

Offizielle Website      www.helheim.com

   

landawarijaR
(2017, Karisma/Soulfood KAR116)

So fängt das neu Jahr gleich gut an – wenngleich sehr gemächlich: Helheim lassen es im melodischen Opener »Ymrv« ruhig angehen, streuen sogar eine Akustikgitarrenpassage ein. Doch schon im zweiten Stück auf »LANDAWARIJAR« ist’s vorbei mit der Ruhe: Nach einer kurzen, schleppenden Einleitung galoppelt »Baklengs Mot Intet« prächtig schwarzmetallisch los, Gitarren shreddern, das Schlagzeug hämmert, die Norweger stoßen ins Horn, grooven lässig vor sich hin. Dieses Lied bleibt auf dem kompletten 55-Minüter unübertroffen.

Zwar legen die Nordlichter im folgenden »Rista Blodørn« ähnlich beflügelt los, doch bremsen dann dergestalt ab, dass der Hörer meint einen neuen Song zu hören, vor allem als die Kapelle in progressive Sphären entschwindet. Der Titeltrack bewegt sich im Midtempo und beinhaltet einen verwirrenden Übergang: Die Leitmelodie verlagert sich in den Hintergrund und wird zugleich langsamer; ein glatter Break wäre dort weniger störend. In den finalen drei Liedern scheint die Luft etwas raus zu sein, sie wirken mitunter ziemlich langatmig. Insgesamt betrachtet, dominieren auf dem Neuntling schleppende, oft progressive Töne – und die erste Hälfte ist deutlich besser.

PS: Als Gastsänger ist erneut Pehr Skjoldhammer (Alfahanne) mit von der Partie, außerdem Bjørnar Erevik Nilsen (Vulture Industries, Black Hole Generator), William Hut, Morten Egeland und Ottorpedo. (nat)



Siehe auch:
Alfahanne
Vulture Industries
Black Hole Generator

   

raunijaR
(2015, Dark Essence Records KAR100)

Wo sind all die Jahre geblieben, die seit der vorherigen Veröffentlichung »HEIÐINDÓMR OK MÓTGANGR« ins Land zogen? Stolze vier Jahre ließen sich Helheim Zeit, um das gerade mal fünf Stücke zählende »RAUNIJAR« unter die Viking-Metalheads zu bringen. Ihre Scheibe eröffnen die Norweger allerdings mit einem erhaben schreitenden Folkstück à la Wardruna namens »Helheim 9«, Maultrommel und Gastsänger Pehr Skjoldhammer (Alfahanne) inklusive. Frostiger werkelt das Quartett im anschließenden Titelstück, mit galoppierenden Black Metal-Schlagwerk, gekeiften Texten und – Bläsern.

Im folgenden Doppelpack »Agars Fall III und IV«, die gemeinsam mehr als die Hälfte der Spielzeit des 42-Minüters ausmachen, bewegen sich Helheim durch sämtliche Tempi, Gesangsstile und Stimmungen: mal klagender, mal erhabener Klargesang, schwermütige Chöre, stampfende durch Bläser untermalte Rhythmen, hypnotische Passagen, ausufernde Gitarrensoli, beschwörender Sprechgesang, gefiedelte Melodien – um nur ein paar Elemente herauszugreifen. Das finale »Odr« grollt, donnert stramme zehn Minuten mit Pauken und Trompeten – pardon Hörnern – mächtig vor sich hin, ein würdiger Abschluss. (nat)



Siehe auch:
Alfahanne

   

Åsgards Fall
(EP, 2010, Karisma KAR060)

Das neue Studioalbum »HEIÐINÐÓMR OK MÓTGANGR« ist für Anfang 2011 geplant. Damit die Fans Helheim in der Zwischenzeit nicht vergessen, veröffentlichen sie die EP »ÅSGARDS FALL«. Den Anfang machte das zweigeteilte Titelstück, dessen erste Hälfte sich nach einem ruhigen Beginn dem epischen Black Metal zuwendet, mit Chören, Windgeräuschen, Donnergrollen – und einem Horn. Ein längeres melodisches Zwischenspiel (unter anderem mit Akustikgitarren und Klargesang) leitet den Übergang zur zweiten, zwölfminütigen Hälfte ein. Diese schleppt sich meist harmonisch gemächlich dahin, trotz teils rockiger Gitarren, Krächzgesangs und dominanten Schlagzeugs.

Nach dem instrumentalen »Helheim Part 7« bietet das Quartett plus Gastsänger Hoest (Taake) einen Vorgeschmack auf die kommende Scheibe, mit dem rasant schwarzmetallischen »Dualitet Og Ulver«. Als Schlusspunkt des 35-Minüters dient ein Remake von »Jernskogen«. Fazit: Kann man kaufen (aufgrund des experimentellen Titelsongs), muss man aber nicht (der Rest). (nat)



Siehe auch:
Taake

   

Kaoskult
(2008, Dark Essence Records KAR037)

»We need to let Metal and Odin catch the kids before Jesus does!« sprach Schlagzeuger Hrymr – und so feierten Helheim die Veröffentlichung von »KAOSKULT« mit einem kleinen Akustik-Gig im Klosteret Kindergarten(!) im norwegischen Bergen. Die Band spielte dort den Opener »Det Norønne Alter« sowie den Schlusstrack »Svart Seid« und erzählte den Kindern Geschichten aus der Nordischen Mythologie. Dasselbe tun die Norweger, seit ihrer Gründung anno 1992 und dem drei Jahre später folgenden Debüt »JORMUNDGAND« (»MIDGARDSCHLANGE«), praktisch auch auf ihren Studioalben.

Stilistisch irgendwo im Black Metal-Bereich mit Folktouch verwurzelt, paddelt das Quintett um Rhythmusgitarrist/Sänger H'grimnir und Bassist/Sänger V'gandr nun im Fahrwasser ihrer Landsmänner Enslaved. Die einst als (zu) sperrig, (zu) unzugänglich verschrienen Musiker scheinen nun massentauglicher werden zu wollen. Die Kleinen konnten Helheim bereits für sich begeistern, die Großen mögen reinhören – und selbst entscheiden. (nat)



Siehe auch:
Enslaved

   

Yersinia Pestis
(2003, Massacre Records/Soulfood 028466 103604)

Die Jungs von Helheim legen sich auf ihrem mittlerweile vierten Longplayer mächtig ins Zeug und kämpfen laut Band-Info vor allem gegen dumpfe, satanische Elemente an - dabei kreieren sie ihren ganz eigenen Stil. Gekreischt und gegrunzt wird aber trotzdem, was das Zeug hält - also ganz in Black Metal-Manier. Durch gekonnt eingesetzte Keyboards kommt oft auch die notwendige düstere Stimmung auf, und so bringen Helheim das Blut eines jeden Black Metalers trotz Vermeidung aller Klischees zumindest teilweise zum Kochen.

So recht mag der Funke bei den fünf Norwegern aus Bergen aber dennoch nicht überspringen - zu verworren sind die Songstrukturen; zu wenig bleiben sie deshalb im (gut durchgeschüttelten) Gehirn eines Black Metalers hängen. (hog)



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