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Alle Rezensionen zu Jens Carelius
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Opsi
(2019, Jansen Records)

Die Suche nach den Schmetterlingen: Die hat Fritz Doerries, den Urgroßvater des norwegischen Singer-Songwriters Jens Carelius, von Hamburg aus in die große weite Welt geführt. Über 25 Jahre verbrachte der Insektenkundler allein in Sibirien. Doerries hat zahlreiche bislang unbekannte Schmetterlingsarten entdeckt, ein ausführliches Tagebuch über seine Reisen geführt und ist im gesegneten Alter von 101 Jahren gestorben. Mit »OPSI« hat Carelius gemeinsam mit Lars Horntveth die Geschichte(n) seines Uropas vertont. Lars Horntveth, das ist für das Verständnis dieses Albums wichtig, ist der Chef von Jaga Jazzist, eines der prägendsten Avantgarde-Jazz-Ensembles Norwegens. Klar, dass hier keine braven Klampfereien entstanden sind!

So viele Wege gehen, auf der Suche nach Antworten: Das hat »Opsi« Zeit seines Lebens umgetrieben. Und diesen großen Themen ist auch die fast schon symphonische Form angemessen: Jens Carelius verlässt hier gewohnte Liedermacherpfade und öffnet sich dem anspruchsvollen (Synthie)-Indiepop, die im himmelhohen Gefühlen schwelgt, ohne dabei ins Kitschige abzudriften. Allein das nachdenkliche »All I Know«, das gleichwohl zur großen Geste ausholt, erhebt die Sinnsuche zur Kunstform. Auf sanfte Weise opulent kommt gleich der Opener »Lay Me Down« mit seinen psychedelik-verliebten Synthies daher. »Hunting Butterflies« überrascht mit plötzlich einsetzenden elektronischen Beats, die unbedingt tanzbar sind. Und gerne würde man den Film zu diesem Soundtrack sehen! (emv)



Siehe auch:
Lars Horntveth
Jaga Jazzist

Jens Carelius: Opsi

Audio-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.jenscarelius.no

   

The First Songs
(2008, Big Dipper Records BDRCD074)

Ein Mann und seine Akustikgitarre. Die Musik von Jens Carelius steht unüberhörbar in der Tradition von Bert Jansch, Nick Drake und der englischen Folkszene der 50er und 60er Jahre. Unaufgeregt und mit sanfter Stimme singt Carelius von Einsamkeit, Tristesse und Ungerechtigkeiten. Dazu huschen seine Finger behände über die Saiten und zupfen einige nette Melodien. Er ist ein hörbar talentierter Gitarrist und spielt mit vielen Melodie- und Rythmuswechseln, auch den einen oder anderen melodischen Haken schlägt er gekonnt.

»Summer Skin« wirkt geradezu getrieben, während es kaum entspannter geht als »Lay Down Your Love«. Ganz alleine mit seiner Gitarre ist er nicht auf allen Stücken. In »Our Freedom Is Now Yours« leistet ihm ein Piano Gesellschaft, und in »On Through The Morning« ist eine Violine zu hören. Die Aufnahmen mit alten Mikrofonen verstärken noch den Retrosound des Albums. Wer Lust auf eine kleine Zeitreise in die 60er hat, ist bei dem jungen Mann aus Sandvik genau richtig. (jew)



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