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Alle Rezensionen zu Lasse Lindgren
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

Spirits
(2008, Imogena IGCD 154)

Mit seiner Big Constellation, einer kleinen Big Band, erweist Lasse Lindgren dem großen Vorbild Maynard Ferguson seine Referenz. Sämtliche Stücke stammen aus dem Repertoire der Big Band des 2006 verblichenen Hochton-Akrobaten. Als dessen nicht nur musikalischer Erbe kann der schwedische Trompeter problemlos durchgehen, bekam er doch von Fergusons Manager Ernie Garside sogar des Meisters meistgespielte Meistertrompete »vererbt«, so begeistert war dieser von Lindgrens Trompetenspiel, das der Power Fergusons kaum nachsteht.

Die Big Constellation spielt ungeheuer präzise und druckvoll; allein die ersten drei Stücke rechtfertigen den Kauf dieser CD: Joe Zawinuls »Birdland« besticht durch ein recht witziges Arrangement, »Airegin« von Sonny Rollins ist ein Parforce-Ritt von selten gehörter Geschwindigkeit mit allem, was die Qualität einer Big Band ausmacht, und auch in »Gonna Fly Now« (besser bekannt als Thema der Rocky-Filme) glühen die Trompeten, strahlen die Saxophone und brodelt die Rhythmusgruppe. In der Band stehen altbekannte Lindgren-Kompagnons wie die Saxer Johan Borgström und Björn »Skane« Cedergren, Niklas Rydh (tb), Owe Almgren (el-b) und die beiden Drummer David Sundby und Göran Kroon, die der Band den nötigen Drive verleihen. Eine grandiose Big Band mit einem atemberaubenden Programm! (tjk)

Lasse Lindgren: Spirits

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.lasselindgren.se

   

In The Mood For Standards
(2006, Imogena IGCD 129)

Drei Constellations bietet Schwedens Hochton-Trompeter hier auf, von Quartett bis Big Band, um Standards so zu spielen, wie man sie noch nicht gehört hat – das verspricht zumindest Bengt Ericsson auf der Cover-Rückseite.

Maßlos übertrieben! Die Big Band-Nummern erfüllen den Lindgren-Standard inklusive des Meisters Hochton-Trompete. In den Quartett-Stücken beweist Lindgren, dass er auch anders, sprich lyrischer spielen kann (»Body And Soul«). Die besten Takes jedoch sind die mit der »Hip Bop Constellation«, also einem Septett: »A Night In Tunisia« ragt heraus – aus einem Gesamt-Repertoire, dass viele totgedudelte Standards enthält, die man inzwischen kaum noch hören kann und denen Lindgren auch nichts allzu Interessantes hinzuzufügen weiß (»In The Mood«, »It Don't Mean A Thing«). Und die permanente Power-Trompete kann auch auf Dauer nerven. (tjk)

   

Walkin’ Around
(2000, Phono Suecia PSCD 131)

Der schwedische Big Band-Spezialist Lasse Lindgren tritt hier mit seiner Hip Bop Constellation an, einem Septett also, das aus Bebop und moderneren Stilen wie Funk einen durchaus eigenen Sound kreiert, vor allem weil Trompeter (und High Note-Artist) Lindgren seine Band oft wie eine Big Band klingen lässt – so viel Dampf machen Lindgren und der Altsaxophonist Jukka Perko.

Den beiden steht die übrige Band kaum nach: David Sundby (dr) und Erik Qvick (perc) halten die Klangsuppe am Köcheln, dazwischen lässt Bassist Yasuhiko Mori nichts anbrennen. Johan Öijen (g) und David Nolgård (key) sorgen für Harmonien und auch feine Soli. Die Stücke stammen allesamt von Lasse Lindgren, der damit beweist, dass er das gelegentlich übereifrige Abfeiern von Standards gar nicht nötig hätte. (tjk)

   

Right On Time
(1997, Sittel SITCD 9243)

Auf dem Cover scheint Lasse Lindgren mit seiner Trompete eine Dampflok zu stoppen: ein schönes Gleichnis von der Power dieses schwedischen Hochton-Akrobaten und Big Band-Spezialisten. Hier hat er sich die Sandviken Big Band als Vehikel für seine strahlenden Soli ausgesucht.

Auch wenn es sich hier nicht unbedingt um Profis handelt, spielen sich die Sandviker sauber durch wenige Lindgren-Originale und mehr Standards, wobei es immer gut und spannend wird, wenn das Tempo hochgehalten wird: »Invitation« und besonders Charlie Parkers Herausforderung »Donna Lee« sind erstklassig gespielt. Dagegen fällt der Rest doch merklich ab, ein glückliches Händchen bei der Stückeauswahl lässt Lindgren (nicht zum ersten oder einzigen Mal) vermissen: »Stardust« oder »Misty« sind inzwischen Standardrepertoire jeder Schulkapelle. (tjk)



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