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Alle Rezensionen zu Triakel
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Händelser I Nord
(2019, Westpark Music 87382)

Mordgeschichten und andere Tragödien aus dem schwedischen Norden – Triakel haben ein ganz eigenes Thema gefunden für ihre »HÄNDELSER I NORD«. Die Ereignisse fanden tatsächlich statt, Ende des 19. bis ins 20. Jahrhundert hinein und beschäftigten die Einwohner in diesen Zeiten natürlich sehr – nachzuschauen im Booklet, das in Schwedisch und Englisch die Stories erzählt und mit Zeitungsausschnitten und Fotos illustriert. Triakel haben sich Lieder zu diesen Begebenheiten angeeignet und für sich adaptiert.

Triakel sind auch auf ihrer inzwischen siebten CD ein Trio aus dem Violinisten Kjell-Erik Eriksson und Janne Strömstedt, der Harmonium und Orgel spielt – mit nachvollziehbarer Aufgabenteilung: Strömstedt sorgt mit dem hier gar nicht behäbig klingenden Pumporgan für rhythmische und harmonische Grundlagen, Eriksson schmückt mit phantasievollen Linien aus. Im Zentrum von Triakels Sound steht natürlich Emma Härdelin, die mit klarer Stimme die Geschichten in Melodien packt. Den Hörer packt das auch: »HÄNDESER I NORD« ist eine der besten Alben von Triakel, nicht nur wegen der Mordgeschichten. (tjk)



Siehe auch:
Garmarna
Hoven Droven
Emma Härdelin, Katarina Hallberg, Johanna Hertzberg...

 Triakel: Händelser I Nord

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.triakel.se

   

Thyra
(2014, Westpark/Indigo 87268)

Erneut bleiben sich Triakel treu, sowohl personell wie qualitativ. Sie haben sogar das Prinzip der letzten CD wiederholt und widmen sich der Sängerin Thyra Karlsson und deren Liedersammlung. Thyra war eine zu Lebzeiten (1912 – 2001) bekannte Sängerin aus Alanäs in Jämtland, die viele volkstümliche Texte und Melodien gesammelt hat.

Sehr klar und puristisch ist wie immer Triakels Klangbild, Emma Härdelins Stimme steht nach wie vor im Zentrum. Sie schafft mühelos den Spagat von herzzerreißend traurigen Balladen und fast feurigen Liedern wie »Skomakarvisa«. Nichts bahnbrechend Neues also von Triakel, aber das auf hohem Niveau. Zum Schluss ist Thyra Karlsson sogar selbst zu hören – auch das ist bei Triakel schon Tradition. (tjk)

   

Ulrikas Minne
(2011, Westpark/Indigo 87204)

Sechs Jahre Pause gönnten sich Triakel, das Trio ist unverändert in Sachen Personal und Qualität. Sie haben sich diesmal der Liedersammlung von Ulrika Lindholm vom Raukasjö-Hof bei Frostviken angenommen. Der Hof ihrer Familie war gegen Ende des 19. Jahrhundert ein Knotenpunkt für Reisende, in der Gaststube kamen viele Musiker zusammen und brachten unzählige Lieder mit – eifrig gesammelt von UIrika.

Selbstverständlich haben Triakel die Lieder in ihr eigenes Klangbild transformiert, haben Wert auf das Besondere gelegt: hier so wehmütig, dass es einem schier das Herz zerreißt, da schwungvoll genug zum Tanzen. »Kallt Väder« gehört zu den Balladen, bei »Filligutten« haben sie Verstärkung durch einen Männerchor, »Näktergalen« erzählt von einer kleinen Nachtigall. »Kråkvisa« und »Stina« gehören in die zweite Kategorie, bezaubern mit wunderschöner, lebhafter Melodie und origineller Begleitung. Zum Schluss ist Ulrika Lindholm sogar selbst zu hören – unbegleitet und ungeschminkt. (tjk)

   

Sånger Från 63° N
(2004, Westpark/Indigo WP 87104)

»Als Ausgleich zum Rock- und Heavy-Zeug« von Garmarna und Hoven Droven sehen Sängerin Emma Härdelin, Harmoniumspieler Janne Strömstedt und Fiddler Kjell-Erik Eriksson ihr »Liebhaberprojekt« Triakel. Doch nur weil akustische Intrumente zum Einsatz kommen, heißt das noch lange nicht, dass die derben Volkslieder nun viel gesitteter klingen: Es geht ums saufen, raufen, stechen und wehklagen – die Grundverhaltensmuster unserer Gesellschaft eben.

Triakels Lieder vom 63sten Breitengrad – also etwa aus Mittelschweden Höhe Östersund – wirbeln und wiegen sich; sie poltern dermaßen und hüpfen, dass man sogleich den Heuboden freiräumen und alle Nachbarsbauern zum Tanz laden will. Hätte man noch einen Wunsch frei, wäre es der: etwas mehr Abwechslung. (lha)

   

Vintervisor
(2001, Westpark/Indigo 9711-2)

Ihre zweite CD sollte eine Sammlung von Winterliedern werden, denn schön kitschfreie findet man kaum. Sängerin Emma Härdelin von der Truppe Garmarna, der Geiger Kjell-Erik Eriksson – sonst bei Hoven Droven in Dienst – und Janne Strömsted am Harmonium schlossen sich also mit Unmengen von Ingwerplätzchen (ob auch Glögg dabei war, ist nicht überliefert) im ganz und gar unwinterlichen Monat Mai im Studio ein. Dort nahmen sie eine Reihe von Weihnachts- und Adventsliedern auf, dazu einen Lobgesang auf die zwölfte Nacht und eine Neujahrshymne.

Herausgekommen ist eine berückende Sammlung an Winterweisen, die vor allem durch ihre raue Klarheit tiefen Eindruck hinterlässt. Stimme, Violine und Harmonium fügen sich zu einem sirrenden Dreiklang zusammen, dessen Stränge sich verspielt aneinander reiben und dann wieder gemeinsam losspurten: Die wohl beste Alternative zu »Jingle Bells« und Konsorten. (peb)

   

Triakel
(1998, Westpark/Indigo 87060)

Auch auf Triakels Debüt stand Emma Härdelins charakteristische Stimme schon klar im Zentrum: Gegen ihren, bisweilen mit saftig-bäuerlicher Herbe von Blutmoritaten, Verrat und Bestien erzählenden Sirenengesang kommen Harmonium und Geige kaum an - obwohl doch auch schon sehr durchsetzungsfähige Instrumente.

Triakels Weihnachtsalbum »WINTERVISOR« wirkt zweifellos geschlossener, aber auf ihrem ersten Lebenszeichen blitzt dafür mehr von der klaren Einfachheit, von der wilden Kälte der nordschwedischen Weite durch. Man spürt einfach, trotz der Texte: Alles ist gut, ist richtig so, muss so sein. (peb)



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