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Alle Rezensionen zu Korpi Ensemble
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Trails
(2006, Texicalli Records JUP 018 CD)

Mit traumwandlerischer Sicherheit wandelt, schwebt geradezu das Korpi Ensemble auf schmeichelnden Melodien über latinjazzfolkpoppige Rhythmen – ein Song ist schöner als der andere. Die Bossa-Ballade »A Moment Of Love« wird gefolgt vom Akkordeon-getragenen »Echoes«, das mit dem Gitarrensolo explodiert. »I Wish I Knew« beweist, dass man aus wenig Text, Melodie und Akkorden ein spannendes Stück zaubern kann, wenn man Dynamik ins Spiel bringt.

Hannu Oksalas Akkordeon ist klangprägend, Petri Kivimäki steuert feine Gitarrensoli bei, Arttu Kataja verbindet mit Piano und Fender Rhodes die Frontline mit der superben Rhythmusgruppe aus Tero Tuovinen (b) und Pekka Saarikorpi (dr). Im Zentrum jedoch ganz klar Johanna Iivanainen, die sich mit ihrer Stimme förmlich in die Songs reinlegt, nie zu dick aufträgt mit Vibrato, auch glockenklar singen kann. Die Stücke stammen fast alle aus eigenen Federn, lediglich ein Cover schlich sich ein: »Still Loving You« von den Scorpions als Bossa fällt gegen den Rest ein wenig ab. »Impro« klingt auch so, ungewohnt rockig dazu. Der Rest? Ein Song schöner als der andere, und richtig gut! (tjk)



Siehe auch:
Johanna Iivainen

 Korpi Ensemble: Trails

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/korpiensemble

   

For A New Day
(2010, Jupiter JUP 510 CD)

Das (ansonsten unveränderte) Korpi Ensemble brauchte wohl eine längere Pause, um den Abgang von Johanna Iivanainen zu verdauen bzw. diese möglichst adäquat zu ersetzen. Das gelang knapp mit Aili Ikonen: ihre Stimme ist sehr klar und schnörkellos, aber auch weniger variabel als die der Vorgängerin – wobei die Latte auch sehr hoch hängt.

Es beginnt flott und fröhlich mit »Out On The Road«, der nächste Höhepunkt ist der Tango »Nothing But The Rain« mit schöner Akkordeon- und Gitarrenarbeit. Fein auch die Ballade »Apology«, auch »I Want It All« von Queen klingt mit Akkordeon und Percussion sehr apart. Insgesamt sind sie poppiger geworden, die Jazz- und Folk-Einflüsse sind spürbar geschwunden. Nachdem auch das Songwriting etwas schwächelt, kann das Korpi Ensemble das bisherige Niveau nicht halten. (tjk)

   

Puu
(2005, Texicalli Records JUP 014 CD)

Auf ihrem Erstling scheint das Korpi Ensemble noch etwas unentschlossen, in welche Richtung man sich denn entwickeln will – so unterschiedlich sind die Songs in Stimmung und Struktur. Unverwechselbar jedenfalls schon hier die Frontline mit Hannu Oksalas Akkordeon und Petri Kivimäkis Gitarre, Johanna Iivanainens Stimme kann man sich ohnehin nicht entziehen.

Besonders die leichten, latin-orientierten Songs setzen sich im Ohr fest: der schöne Opener »Everything’s All Right« verzaubert, mit fast hypnotischem Rhythmus schleicht sich »Coming Home« ein, im besten Song »Question« verquicken sie Jazz, Latin, Rap, und lösen eine leicht nervöse Stimmung in eine traumhafte Melodie auf. Ganz fein auch das walzer-kreisende »Waves«. Als Zuckerl gibt es ein Video von »Like Father Like Son«. (tjk)



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