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Alle Rezensionen zu Anna Eriksson
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Garden Of Love
(CD+DVD, 2011, Warner Music Finland 5052498390625)

»Mein Ziel beim Musik machen ist, Emotionen zu reflektieren und jene intensiven Momente einzufangen, in denen das Leben scheinbar aufhört weiterzugehen«, schreibt Anna Eriksson über ihr zehntes Album. Und tatsächlich haben die von ihr komponierten und getexteten Songs große Klasse, mit komplett englischem Gesang ist das Augenmerk auf den internationalen Markt gerichtet. Stimmlich und optisch hat sie’s ohnehin, daher ist es eigentlich verwunderlich, dass sie in Europa noch nicht bekannter ist.

Der Titelsong ist opulentes Theater, in »53rd Street Last Virgin« packt sie Streicher und Melodramatik aus, generell spart sie nicht an Klangfarben. »Damien« ist eine sehr schöne Ballade. Der amerikanischen Schriftstellerin Sylvia Plath, die 1963 Suizid beging, ist das dramatische »Mad Girl’s Love Song« gewidmet. Auch »Spine Against Your Spine« gehört zu den Höhepunkten, Eriksson brilliert am Flügel wie gesanglich. Ganz großes Kino ist der Schmachtfetzen »You Get Me«, bei dem sie Seal als Duo-Partner präsentiert. An der CD beteiligt sind unter anderem Arttu Takalo, Pekka Lehti und Marko Timonen – da kann ohnehin nicht viel schief gehen.

Die DVD bietet einen Konzertmitschnitt aus dem Savoy Theatre, wo sie 2010 mit großer Besetzung inklusive Streichern auftrat. Gutes Bild und Ton, alle Beteiligten sind in Top-Form, Anna Eriksson ist Ohren- und Augenweide. Zum Programm gehören neben einigen Songs der CD auch Covers wie »Who Wants To Live Forever« von Queen, Cindy Laupers »Time After Time« und eine nicht zwingend erforderliche Version von »Somewhere Over The Rainbow«. Insgesamt ein schöner Mitschnitt. (tjk)

Anna Eriksson: Garden Of Love

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.annaeriksson.fi

   

Mana
(2012, Warner 5053105113422)

Anna Eriksson gehört definitiv in eine Liga mit Patricia Kaas! Sie hat sich mittlerweile als Songschreiberin, Texterin und Pianistin etabliert, das komplette Repertoire von »MANA« stammt aus ihrer Feder. Mit Iskelmä (finnischem Schlager) hat das nicht mehr viel gemein, Anna Eriksson bevorzugt die große Geste, das große Pop-Drama.

Stimmlich ist sie auch auf der Höhe, mit viel Kraft und Gefühl. Besonders in den langsameren Songs vermag sie zu überzeugen: »Kulje Ohi« ist ein solcher. Manchmal ist der Sound etwas Synthi-lastig, das ist aber zu verschmerzen. Schließlich gibt es bei Anna Erikssons »MANA« die große Geste, das große Pop-Drama. (tjk)

   

Ihode
(2007, Universal 175033-1)

Direkt funky eröffnet Anna Eriksson mit »Tähän Me Tultiin« - eine überraschende Seite der finnischen Sängerin. Generell gibt sie auf dieser CD mehr Gas als früher, es gibt mehr Gitarren als Streicher. Anna Eriksson geht in die Vollen, es darf von allem mehr sein! Große Melodiebögen, saftig inszeniert – und ihre Stimme überzeugt.

Die Kompositionen entstanden wieder mit Simo Santapukki, die Texte hat Anna Eriksson größtenteils selbst geschrieben. Einen großen Beitrag leisten aber auch die aus Jazz und Folk bekannten Instrumentalisten: Marzi Nyman, Harri Rantanen und Arttu Takalo haben an den Arrangements ebenso mitgewirkt wie Anssi Tikanmäki. Da zahlt sich aus: »IHODE« ist durchweg stark! Der Albumtitel stammt übrigens von ihrem Geburtsort. (tjk)

   

Sinusta Sinuun
(2005, Universal 987472-2)

Sie hat's einfach! Anna Eriksson überstrahlt stimmlich auch richtig opulente Arangements, wie in »Lintu«, dessen Streicher kein Geringerer als Anssi Tikanmäki inszeniert hat, oder auch das folgende »Aiemmin«, wo ebenfalls viel Sound aufgefahren wird. Zumindest, wenn die Songs gut genug sind, und das sind auf »SINUSTA SINUUN« einige, aber nicht alle. Natürlich bewegt sie sich wie immer im musikalischen Dreieck Iskelmä (finnischer Schlager) – Pop – Rock.

Generell fährt Anna Eriksson hier große Geschütze auf; manchmal übertreibt sie es, dann geht der Schuss nach hinten los: Deutlich zuviel wird es bei »Eiliseen« – der Song nervt beim ersten wie beim zehnten Hören, auch »Vain Sun« leidet unter viel Instrumentarium und Bombast. Bei den meisten Stücken hat sie wieder mit Simo Santapukki (auch dr) gearbeitet, die Texte hat Anna Eriksson größtenteils selbst geschrieben. Wie beim zwei Jahre später erschienenen »IHODE« sind hier schon die aus Jazz und Folk bekannten Instrumentalisten Marzi Nyman, Harri Rantanen und andere Könner im Studio. Klarer Fall von teilweise sehr guter, teilweise nerviger CD. (tjk)

   

Kun Katsoit Minuun
(2001, Universal 016386-2)

Irgendwo im gefährlichen Grenzgebiet von Pop, Schlager und Rock tanzt Anna Eriksson erfolgreich auf den Schwingen ihrer Songs, da kann man auch ganz schnell runterfallen – nahe beim seichten Kitsch drohen alles verschlingende Schleimlöcher, die hinein gefallene Interpreten nie wieder freigeben. Die Finnin ist aber schlau und (meistens zumindest) geschmackssicher genug, diese Gefahren abzuwehren; nicht umsonst bekam sie für »KUN KATSOIT MINUUN« Platin. Kaum wird es riskant (»Sadan Yön Salaisuus«, dt. »Das Geheimnis von 100 Nächten«), gibt sie wieder Gas (»Viimeisen Kerran«, »Zum letzten Mal«). »Hiljaa Huokaa Yö« könnte aber auch in jeder Musikbox einer X-beliebigen Einraum-Absturz-Kneipe laufen.

Viel besser »Ilta Ja Viini«, also »Abend und Wein«. Und als Du mich anschautest (»Kun Katsoit Minuun«), schautest Du hoffentlich direkt in meine Augen (»Katso Suoraan Silmini«). Auch wenn man nicht perfekt finnisch versteht, kann man sich den Inhalt der Texte anhand der Titel vorstellen. Musikalisch schwankt das alles, wie gesagt, zwischen ziemlich gelungen und Schlagerparade-kompatibel. Ob Bonnie Tylers »It’s A Heartache« aber unbedingt zu »Vieraat Huoneet« werden musste, sei dahin gestellt. Singen jedenfalls kann Anna Eriksson, sie sieht zudem gut aus, wenn sie jetzt auch noch richtig gute Songs aussuchen würde ... (tjk)



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