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Alle Rezensionen zu Taipuva Luotisuora
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

IV
(2009, Kaakao Records/Nordic Notes NN029)

Wie oft kommt es vor, dass man zu Progressive Rock spontan aufstehen und tanzen möchte? Wie of kommt es vor, dass man unwillkürlich über beide Ohren lächeln muss dabei? Wie oft kommt es vor, dass man vor lauter Leichtigkeit zur Musik hüpfen und springen möchte? Die einfache Antwort: Sehr, sehr selten! Denn der Progressive Rock ist viel zu oft eine schwere und tiefernste Angelegenheit.Es geht auch anders! Wie Taipuva Luotisuora auf ihrer ironischerweise »IV« betitelten dritten Veröffentlichung zeigen. Diese fünf mitteljungen Herren, die aus dem weiteren Dunstkreis der Hippie-Waldschrate Hidria Spacefolk stammen, scheren sich wenig um reines Revierdenken. Sind temperamentvoll-ungebärdig wie junge Hunde. Träumen, swingen, rocken, experimentieren.

Streifen abenteuerlustig den beflügelten Jazz von Pat Metheney, die Synthielastigkeit der verschwurbelten 70er-Haschrockrebellen, die folkige Verträumtheit der Spätblumenkinder und die Rockigkeit von aufrechten Heroen wie Hawkwind. Auf Gesang wird fast vollständig verzichtet, was der temperamentvollen Zartheit dieser Aufnahmen bestens steht. Das Quintett steigert sich hier in ungemein positive, fast schon rauschhafte Zustände unbändiger, energiegeladener Spielfreude. Unter Einsatz altfinnischer Instrumente wie der Kantele! Fast wünschte man sich, ein Regisseur käme daher und drehte einen Film zu diesem Soundtrack. Es kann nur ein atemlos lächelndes Roadmovie werden. (emv)

 Taipuva Luotisuora: IV

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.luotisuora.net

   

8
(2013, Nordic Notes/Broken Silence NN049)

Vier Jahre haben sich Taipuva Luotisuora Zeit gelassen mit ihrem vierten Album, das sie in ihrer höchsteigenen Zählweise »8« nennen. Die Logik dahinter muss man nicht verstehen, sondern sich besser auf die Musik konzentrieren: Denn die Finnen sind gekommen, um zu bleiben! Mit ihrer eigensinnigen Mischung aus experimentellem Progressive Rock, der gleichwohl in Tracks wie »Infinitum« durchaus leichtfüßig daherkommt und mit turmhohen Disco-Synthies sogar zum Träumen verleitet. Und jazzigen Einflüssen, die aber nie aufgesetzt wirken. Von den hardrockigen Ausflügen in die 70er ganz zu schweigen! Versteht sich von selbst, dass Taipua Luotisuora das alles schaffen, ohne auf Vocals zurückgreifen zu müssen. Denn spannende Geschichten kann man auch ganz ohne Worte erzählen!

Womit wir hier schon fast bei einem Muster in der finnischen Prog-Rock-Szene sind: Diese nach allen Seiten offenen, mühelos mäandernden Tracks würden sich auch bestens für Filmmusik eignen! Die Kollegen von Magyar Posse haben es bereits auf den Soundtrack des Pina-Bausch-Films von Wim Wenders geschafft. Da muss sich das so sanft mit Gitarren- und Geigenklängen beginnende »Evomere« in seiner klugen Nachdenklichkeit kaum dahinter verstecken! Man möchte sich diesen Spannungsbögen anvertrauen und davontragen lassen. (emv)



Siehe auch:
Magyar Posse



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